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Oberkassel
Die U14 der Giants reist nach München

Oberkassel. Den jungen Basketballern ist im Rennen um die Deutsche Meisterschaft der Sprung unter die letzten Vier gelungen. In der bayrischen Landeshauptstadt treffen sie am Wochenende auf Alba Berlin, Bayern München und Ratiopharm Ulm. Von Falk Janning

Eine eindrucksvolle Demonstration ihrer Stärke gelang den U14-Basketballern der Giants bei der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft: Durch Siege über den RSV Eintracht Stahnsdorf, Alba Berlin und Bayer Leverkusen schaffte die Mannschaft der Trainer Devine Dennis und Chris Schwab den Sprung in die Runde der letzten Vier, die am kommenden Wochenende in München ausgetragen wird. Dort treffen die Düsseldorfer neben Alba, das sich als Zweiter qualifizierte, auf die Basketballgrößen von Bayern München und Ratiopharm Ulm aus der Südstaffel.

Die Oberkasseler setzten sich in der ersten Partie des Turniers deutlich mit 86:41 gegen die RSV Eintracht aus Brandenburg durch. In einem intensiven Spiel lagen sie dank einer leidenschaftlichen Leistung bereits zur Pause mit 44:24 in Führung. Auch das zweite Spiel gegen Bayer Leverkusen war nicht mehr als ein Spaziergang: Mit 94:44 gewannen die Gastgeber und gaben sich kein Blöße. In der NRW-Liga hatten sie Bayer bereits zweimal besiegt. Damit waren Düsseldorfer gemeinsam mit den ebenfalls noch ungeschlagenen Berlinern nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen und vorzeitig für die Endrunde qualifiziert.

Auch im letzten Spiel gegen Berlin, dem Duell der beiden bis dato ungeschlagenen Teams um den Gruppensieg, gewann Düsseldorf mit 73:53. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt starteten zunächst furios, doch die Landeshauptstädter ließen sich nicht aus der Fassung bringen und fuhren vor großer Kulisse den Sieg zum Gruppenerfolg ein. Das Endergebnis vermittelt jedoch einen falschen Eindruck, denn die Partie war über weite Strecken eng und wurde auf hohem Niveau geführt.

Damit setzten die 14-Jährigen in der Sporthalle des Comenius-Gymnasiums ihre einmalige Siegesserie fort. In der Regionalliga hatten sie alle 22 Spiele gewonnen und waren mit der maximalen Ausbeute von 44:0-Zählern Westdeutscher Meister geworden - vor Bayer Leverkusen (36:8), den RheinStars Köln (32:12) und ETB Essen (30:14). "Wir können es selbst kaum fassen, was wir erreicht haben", sagte Dennis. "Die Mannschaft hat sich bis hierhin über den gesamten Saisonverlauf alles hart erarbeitet und erntet nun die Früchte dieser Mühen. Auch bei der Endrunde wollen wir gut abschneiden, sind uns aber der Mammutaufgabe bewusst."

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, er ist das Ergebnis jahrelanger Aufbauarbeit. Die Spieler betreiben Leistungssport, sie stehen jeden Tag auf dem Parkett und trainieren. Die meisten sind schon seit U8- oder U10-Zeiten dabei. Es gibt nur wenige Ausnahmen: Maximilian Neises gehört zu den wenigen, die es innerhalb kürzester Zeit geschafft haben, auf so hohem Niveau zu spielen. Er hat erst vor anderthalb Jahren mit Basketball begonnen und es in dieser Zeit bis in die Starting Five geschafft. "Er ist ein toller Spieler in der Verteidigung", sagen die Trainer.

Sie ergänzen sich optimal: Der Denker Chris Schwab hat seine Stärken in der Strategie und der emotionale Devine Dennis kann die Mannschaft an der Seitenlinie mitreißen. Mit großem Engagement haben sie ein Team geformt, das sehr athletisch und spielstark daherkommt. Kaum eine Mannschaft in Deutschland kann ihr das Wasser reichen. Das will sie nun auch beim Final Four zeigen. Erstmals gehört Düsseldorf zu den besten vier Teams Deutschlands. Größter Erfolg der Oberkasseler war bisher ein fünfter Platz bei der Westdeutschen U12-Meisterschaft.

Quelle: RP
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