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Lokalsport
Drittes Stadtderby in Folge für Fortuna

Düsseldorf. In der Handball-Landesliga ist diesmal die SG Unterrath der Gegner. Die HSG Gerresheim versucht dagegen, erstmals unter Trainer Ralf Müller in Werden zu gewinnen. Die HSG Jahn/ SC West hat ein dickes Brett zu bohren. Von Michael Hinzmann

In der dicht gedrängten Spitzengruppe der Handball-Verbandsliga ist der TV Angermund am vergangenen Wochenende durch eine 19:23-Niederlage von Rang zwei auf Rang fünf zurückgefallen. Gleichwohl ist die Meisterschaft sechs Spieltage vor dem Saisonende weiterhin offen. Da auch der Tabellenführer SG Überruhr Federn lassen musste, hat der TVA nach wie vor nur einen Punkt Rückstand auf die Essener.

Deshalb muss beim HSV Dümpten unbedingt erneut ein Sieg her, nachdem man sich gegen den Tabellenachten bereits im Hinspiel klar mit 28:22 durchsetzen konnte. Der damalige Erfolg darf für TVA-Trainer allerdings kein Maßstab sein: "Im Hinspiel fehlte Dümptens Mittelmann wegen eines Unterarmbruchs. Er ist nun wieder dabei. Deshalb wird es eine richtig schwierige Sache. Ich wäre schon richtig froh, wenn wir das Spiel irgendwie mit einem Tor für uns entscheiden können."

Nichts zu verlieren hat die HSG Jahn/SC West aus Sicht ihres Trainers Markus Wölke beim Landesliga-Zweiten SG Tura Altendorf: " Das ist das dickste Brett, was es zur Zeit zu bohren gibt. Altendorf hat eine richtig starke Truppe, gegen die wir absoluter Außenseiter sind. Eigentlich spricht gar nichts für uns, aber vielleicht können wir ja gerade deshalb befreit aufspielen und etwas mitnehmen." Nach drei Niederlagen in Folge und einer klaren 16:28-Pleite im Hinspiel sprechen die nackten Zahlen auf jeden Fall eindeutig gegen die Oberkasseler. Hinzu kommt, dass Wölke fünf Stammspieler sicher fehlen und einige weitere angeschlagen sind.

Optimistisch und selbstbewusst geht hingegen der ART II als Vierter und nach sieben Siegen in Folge die Aufgabe gegen den Tabellennachbarn TV Cronenberg an. "Wir wollen auf jeden Fall gewinnen und unsere Serie definitiv fortsetzen. Wir haben einen vollen Kader zur Verfügung, zu dem auch wieder vier Spieler aus unserem A-Jugend-Bundesligateam gehören werden", berichtet der Mannschaftsverantwortliche Hajo Pfeiffer. Im Hinspiel hatte Cronenberg nur knapp mit 22:21 die Nase vorn und liegt in der Tabelle momentan einen Punkt hinter den Gastgebern.

Mit 12:2 Punkten in der Rückrunde ist auch die HSG Gerresheim zurzeit richtig gut drauf und überraschte zuletzt mit einem Sieg gegen den Zweiten aus Altendorf. Obwohl ihm erneut nur zwei Wechselspieler zur Verfügung stehen, geht Trainer Ralf Müller deshalb optimistisch in die Partie mit der DJK Grün-Weiß Werden: "Seitdem ich in Gerresheim Trainer bin, konnten wir in Werden noch nicht gewinnen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, diese schwarze Serie endlich zu beenden. Allerdings darf man sich vom Tabellenstand der Essener auch nicht täuschen lassen. Da sie im Prinzip den Klassenerhalt schon sicher haben, können sie ganz locker gegen uns aufspielen."

Zum dritten Stadtderby in Folge empfängt die Fortuna morgen (14.30 Uhr, Graf-Recke-Straße) die SG Unterrath. Nach einer Niederlage gegen Gerresheim und einem Sieg gegen Jahn/West würden die Gastgeber gerne die Oberhand behalten und Revanche für die 24:35-Hinspielniederlage nehmen. "Das wird allerdings richtig schwer, da in Niklas Wergen ein wichtiger Rückraum-Spieler fehlt und hinter drei weiteren Namen Fragezeichen stehen", erklärt Fortuna-Trainer Andreas Laschet nur verhalten optimistisch.

Aber auch Unterraths Trainer Burkhard Räker sieht seine Mannschaft nicht unbedingt in der Favoritenrolle: "Das Hinspiel war sehr umkämpft. Erst am Ende konnten wir uns etwas klarer absetzen. Auch dieses Mal rechne ich mit einem heißen Derby, obwohl die Fortuna nach dem Sieg gegen Jahn/West nicht mehr so unter Druck steht und den Klassenerhalt eigentlich sicher in der Tasche haben müsste." Deshalb ist er froh, in Bestbesetzung antreten lassen zu können.

Quelle: RP
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