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Lokalsport
DYC-Segler sind Meister der Meister

Düsseldorf. Die Brüder Hofmann und Felix Brockerhoff siegen auf der Außenalster. Von Tino Hermanns

Steuermann Jan-Philipp Hofmann vom Yachtclub (DYC) hat keinen Meister gefunden. Beim traditionellen Abschluss der nationalen Segelsaison, der Meisterschaft der Meister auf der Außenalster in Hamburg, schwang sich Hofmann zusammen mit Vorschoter Felix Brockerhoff und Bruder Nils-Henning zum Sieger auf. "Das war eine echte Überraschung. Auch für uns selbst", berichtet der Steuermann lächelnd.

Bei der Wettfahrtserie können alle deutschen Meister und die deutschen Welt- und Europameister im Segeln des Jahres 2015 teilnehmen. Hofmann und Brockerhoff hatten sich als Meister im 505er für die Auseinandersetzung auf der Alster qualifiziert. Das dort zu fahrende Einheitsboot J70 muss aber drei Mann an Bord haben. Also nahm der Steuermann noch seinen Bruder mit, mit dem er NRW-Meister im 470er geworden ist. Die beiden Hofmanns kennen die J70 von diversen Regatten in der Segelbundesliga. "Das ist sicher ein Vorteil. Aber auch an Bord vieler anderer Schiffe auf der Außenalster waren Bundesligisten", erklärt er. Vor allem aber waren auf jedem der 24 Boote Meister ihres Fachs. So etwa der Laser-Vizeweltmeister Philipp Buhl (Immenstadt), der Weltmeister in der OK-Jolle André Budzien (Schwerin), Weltumsegler Boris Herrmann (Kiel) oder 505er-Europameisterin Meike Schomäker (Zwischenahn). Mit dabei war auch Laser-Meisterin Constanze Stolz (DYC).

In der Vorqualifikation setzten Hofmann/Brockerhoff/Hofmann direkt ein Zeichen. In der Sechsergruppe gewannen sie beide Läufe und setzten sich auf Platz eins. In der folgenden Qualifikation siegte das Trio einmal, wurde einmal Zweiter und stand damit im Halbfinale gegen Schomäker und Bärbel Claus (Schwerin).

Ungewohnt uncharmant ließ Hofmann den beiden Damen nicht den Vortritt. Im Finale ging es dann gegen Herrmann und Finn-Dinghy-Meister Max Kohlhoff. Nach drei Läufen hatte die DYC-Crew gewonnen. "Im letzten Rennen haben wir es spannend gemacht. Auf der letzten Vorwindstrecke haben wir in Führung liegend eine Halse verbockt, und Kohlhoff ist an uns vorbeigezogen. Da ist der Puls richtig in die Höhe geschnellt", erzählt Hofmann. Seine Crew konterte jedoch und überquerte als Erste die Ziellinie. Die Überraschung war perfekt.

Quelle: RP
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