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Düsseldorfer EG
Ein Geschenk zum Geburtstag

Düsseldorfer EG: Ein Geschenk zum Geburtstag
Von dem neuen Videowürfel sollen die Zuschauer profitieren. FOTO: Stadt
Düsseldorf. Rund 750.000 Euro kostet der neue Videowürfel im ISS Dome. Von der Investition profitiert aber nicht nur die DEG, sondern vor allem das Publikum der Multifunktionshalle, die dadurch deutlich aufgewertet wird. Von Thomas Schulze

Am 2. September ist es zehn Jahre her, dass der ISS Dome eröffnet wurde. Ein Schwachpunkt in der modernen Event- und Sportstätte war der Videowürfel. Das mögen jene Zuschauer kaum glauben, die nur im Oberrang Platz genommen haben. Doch je tiefer der Sitz- oder Stehplatz in der Arena war, desto schlechter war die Sicht. Wer gar ganz unten saß oder stand, konnte kaum etwas sehen.

Beim Eishockey führte das zu deutlicher Kritik der Gastmannschaften. Die Spieler sind es gewohnt, auf die Stadionuhr zu schauen, um zu sehen, wie lange noch zu spielen ist oder die Strafzeit noch läuft. Ebenso sind sie es gewohnt, sich Spielszenen auf dem Videowürfel in der Wiederholung noch einmal anzuschauen. All das war in Düsseldorf bislang nicht möglich. So konnte immer wieder beobachtet werden, wie Spieler aus München oder Mannheim in den ersten Spielminuten noch nach oben blickten, dann aber ihre Bemühungen frustriert einstellten. Düsseldorfs Würfel war allenfalls zweitklassig.

Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft hatte die Stadt auf die Problematik hingewiesen, aber konnte als Mieter allenfalls als Bittsteller auftreten. Oberbürgermeister Thomas Geisel, der sich oft auf den Stehrängen unter die Zuschauer mischt, hat deren Kritik und Wünsche gehört und in der Vergangenheit mehrmals betont, wenn es eine Möglichkeit gebe, werde er das Problem angehen. Den Worten hat er Taten folgen lassen. Zum Meisterschaftsauftakt der Deutschen Eishockey Liga wird am 16. September, wenn die DEG auf die Iserlohn Roosters trifft, ein neuer Videowürfel mit faszinierender Technik an der Decke des ISS Dome hängen.

"Der bisherige Würfel entsprach nicht mehr dem heutigen technischen Stand und damit nicht den Ansprüchen an eine moderne Halle", erklärte Geisel. "Deshalb war es mir und den Gremien der Stadt eine Herzensangelegenheit, den ISS Dome mit einer neuen, modernen Unterhaltungs- und Informationstechnik auszustatten."

Was der neue Videowürfel gekostet hat, darüber macht die Stadt keine Angaben. Doch ähnliche Systeme wurden in Mannheim und Augsburg installiert. Der Handball-Bundesligist THW Kiel bekam vor vier Jahren von dem dänischen Unternehmen Expromo ebenfalls einen Würfel, aber deutlich kleiner. Der Videowürfel in Düsseldorf dürfte rund 750.000 Euro kosten.

Bei der DEG ist die Freude über den neuen Würfel groß. "Das ist ein Geschenk der Stadt an alle Besucher des ISS Dome, ob Konzertbesucher oder Eishockeyfans", sagt DEG-Präsident Michael Staade. Es sei eine Investition in die Mehrzweckhalle, die dadurch deutlich aufgewertet werde.

"Der neue Würfel ist super", sagt der neue DEG-Geschäftsführer Stefan Adam. "Das ist ein wichtiges Tool. Die Fläche ist größer und besser sichtbar und damit auch besser zu vermarkten. Partner und Sponsoren können jetzt noch besser in Szene gesetzt werden."

DEG-Trainer Christof Kreutzer ist begeistert, ordnet die Investition der Stadt aber sogleich ein: "Düsseldorf muss sportlich top sein, aber eben auch in puncto Infrastruktur. Darauf legen die Sportler heute großen Wert. Mit dem neuen Würfel ist der ISS Dome in der ersten Liga angekommen. Da können nicht nur Szenen wiederholt werden, sondern auch mit Statistiken Informationen geliefert werden. Er bietet deutlich mehr Komfort für die Zuschauer. Er ist NHL-like und wertet den Dome enorm auf."

Quelle: RP
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