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Lokalsport
Ein herzlicher Zweikämpfer für den SC West

Düsseldorf. Mit Christ Kasela Mbona hat der Fußball-Oberligist einen zweitligaerfahrenen Defensivspieler verpflichtet. Von Christoph Zabkar

Viele Vereine waren an ihm dran, doch am Ende hat sich Christ Kasela Mbona für das blau-weiße Trikot des SC West entschieden.

Dort trifft der 24-jährige Defensivspezialist, der zuletzt für den West-Regionalligisten SG Wattenscheid 09 auflief, wieder auf Marcus John, mit dem er bereits in der Gladbacher Jugend erfolgreich zusammengearbeitet hat. Der Coach beschreibt Kasela Mbona als absoluten Wunschspieler: "Christ ist eine echte Führungspersönlichkeit, die auf dem Platz viel spricht und überaus zweikampfstark ist." Vielleicht wurde dem freundlichen Mittelfeldmann das Kämpferherz ja aus seinem Geburtsland, der Demokratischen Republik Kongo, mitgegeben, wo sich Muhammad Ali im legendären "Rumble in the Jungle" zum Champion krönte.

"Es kann sein, dass ich die Kämpfermentalität meines Heimatlandes in den Genen trage, aber ich bin schon als kleines Kind hierhin gekommen, von daher ziemlich deutsch", meinte Kasela Mbona nach dem 3:1-Testspielsieg gegen Rot-Weiß Oberhausen II. Dort bekleidete der Zugang zusammen mit Markus Zimmermann die Innenverteidigung, machte aber auch im Angriff durch einen sehenswerten Kopfball, der gegen die Querlatte donnerte, auf sich aufmerksam.

Die Szene erinnerte stark an sein Zweitligadebüt im November 2010, als Kasela Mbona für Arminia Bielefeld ausgerechnet gegen die Fortuna mit einer ähnlichen Kopfballchance am Aluminium scheiterte. "Das war ein sehr emotionales Debüt, weil mein Herz neben Gladbach auch für Düsseldorf schlägt", erinnert sich Kasela Mbona.

Dass es für den damaligen Youngster, der direkt aus der Borussia-Jugend in den Profibereich wechselte, nur drei Spiele geworden sind, habe vor allem mit dem Abstieg der Bielefelder zu tun gehabt. "Nachdem wir die Liga nicht halten konnten, fand ein Umbruch statt, aber für mich war es definitiv der richtige Weg. Ich habe Menschen kennengelernt, die mich geprägt haben", betont er, den es anschließend in die Regionalliga zog. Nun möchte er beim SCW einen neuen Anlauf nehmen. Und obwohl John ihm die Qualitäten eines Leitwolfs zuspricht, zeigt sich Kasela Mbona bescheiden: "Auf dem Platz ist jeder der Chef und trägt Verantwortung. Im Fußball ist man eine Riesenfamilie, in der ein guter Zusammenhalt wichtig ist. Aus diesem Grund liebe ich auch den Teamsport."

Bei sechs Geschwistern sind den Worten des herzlichen Zweikämpfers Glauben zu schenken.

Quelle: RP
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