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Lokalsport
Ex-Fortune Almer schwer verletzt

Düsseldorf. Der österreichische Nationaltorhüter erleidet in Rom einen Kreuzbandriss.

Schockstarre nicht nur im Stadio Olimpico, sondern auch bei Österreichs Fußball-Teamchef Marcel Koller: Nationaltorhüter Robert Almer hat sich beim sensationellen 3:3-(1:2)-Remis der Wiener Austria bei der AS Rom in der Gruppenphase der Europa League einen Riss des Kreuz- und Seitenbands im rechten Knie zugezogen. Dem 32-jährigen Steirer, der bei einem Befreiungsschlag ohne Fremdeinwirkung weggeknickt ist, droht eine Zwangspause von zumindest sechs Monaten - und damit der Ausfall für anstehende Aufgaben in der WM-Quali.

Almers Pech berührt auch viele Düsseldorfer Fußballfreunde, denn der Keeper stand von 2011 bis 2013 bei Fortuna unter Vertrag und erwarb sich in dieser Zeit viele Sympathien in der Landeshauptstadt. Entsprechend viele Genesungswünsche erreichten ihn über die sozialen Netzwerke aus Düsseldorf.

Am 12. November trifft die rot-weiß-rote Auswahl im Wiener Ernst-Happel-Stadion auf Irland. Die logische Ersatz-Variante wäre Ramazan Özcan, der auch beim 2:3 in Serbien zwischen den Pfosten gestanden hatte. Doch dem Leverkusen-Legionär mangelt es an Spielpraxis. Jetzt ist guter Rat teuer und Zuversicht gefragt. Auch bei Almer, der sich zuletzt von einer kleineren Blessur zur nächsten gehangelt hatte. Diesmal hat es ihn noch schlimmer als vor einem Jahr erwischt. Damals schied Österreichs bester EM-Spieler nach einer Attacke von Philipp Prosenik im Wiener Derby mit einem Teilabriss des hinteren Kreuzbandes aus. Im Oktober 2015 war das linke Knie betroffen.

Der Weg zurück wird wieder kein leichter sein. Doch Almer ist eine Kämpfernatur: "Ich denke einfach nur daran, so rasch wie möglich wieder fit zu werden", sagte er vor einem Jahr. Aufgeben ist nicht Teil seines Wortschatzes.

Unabhängig von seiner schweren Knieverletzung wird er ein weiteres Jahr bei der Austria bleiben. Wie Vorstand Markus Kraetschmer bestätigte, habe sich der Vertrag des Torhüters durch bestimmte Klauseln (unter anderem dem Erreichen der Europa-League-Gruppenphase) bereits bis 2018 verlängert.

Das stand bereits vor dem Spiel bei der AS Rom fest. Ursprünglich wäre der Vertrag des Steirers am Ende der Saison ausgelaufen. Koller wünscht dem früheren Düsseldorfer nach seiner schweren Knieverletzung viel Durchhaltevermögen: "Die schwere Verletzung von Robert ist sehr bitter für ihn und natürlich auch für uns. Er muss jetzt Ruhe bewahren und nach der Operation konsequent dranbleiben."

Koller glaubt an eine erfolgreiche Rückkehr des Keepers: "Ich bin überzeugt, dass er diese schwere Zeit gut meistern wird und wünsche ihm eine gute wie schnellstmögliche Genesung."

Das Regionalligaspiel von Fortuna II in Wattenscheid war beim Druck dieser Ausgabe nicht beendet.

Quelle: RP
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