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Lokalsport
Fanfreundschaft mit Ipswich Town lebt erneut auf

Düsseldorf. Es ist schon eine besondere Busfahrt, die da heute Abend in Hilden beginnt. Sie führt in die englische Provinz East Anglia - in die 135.000-Einwohner-Stadt Ipswich. Zwei Busse machen sich dorthin auf, und in ihnen sitzen einhundert Anhänger des Fußball-Zweitligisten Fortuna. Das ganz Besondere ist, dass die Reisenden ein Jubiläum begehen: Vor zehn Jahren machten sich die Fortunen zum ersten Mal auf den Weg, den Zweitligisten Ipswich Town bei einer Partie zu unterstützen. So wie auch morgen im Ligaspiel gegen Preston North End.

Ulli Münsterberg ist der Mann, der hinter den Ipswich-Fahrten steckt. "Die Idee wurde im alten Internet-Forum Fortunas, dem Difo, geboren", erinnert sich der 56-Jährige. "Jemand sprach mich an, ob wir nicht mal zu einem Fußballspiel in England fahren sollten. Dann aber keinesfalls nach Manchester oder zu Arsenal, habe ich geantwortet, dann könnten wir ja gleich zum BVB gehen. Deshalb sind wir auf Ipswich gekommen. Es musste ja ein Klub sein, der zu Fortuna passt."

Ipswich passte wie gemalt: Ein Klub, der bessere Zeiten gesehen hat, 1979 im Europapokal-Halbfinale am FC Barcelona scheiterte - wie Fortuna später im Finale. Und ein Klub, der nur noch zweitklassig ist, aber eine erstklassige Fanszene besitzt. Die Fortunen erleben stets große Gastfreundschaft, inzwischen gab es schon Gegenbesuche von Town-Fans - Graham Carter fand in Düsseldorf sogar die Liebe seines Lebens und blieb. "Wir zwingen aber niemand eine offizielle Fanfreundschaft auf", betont Münsterberg. Muss er auch nicht: Was er und seine Mitstreiter Heidi Kratz und Friedrich Schacht anstießen, lebt und gedeiht, braucht keinen offiziellen Stempel.

(jol)
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