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Lokalsport
Favoritensieg beim Großen Preis

Düsseldorf. Beim Hauptrennen des gestrigen Galopp-Tages in Grafenberg siegte wie erwartet der Panamaer Eduardo Pedroza auf dem Hengst Noor Al Hawa und vergoldete damit sein erfolgreiches Wochenende. Von Daniel Delius

Der "Grand Prix" der Landeshauptstadt Düsseldorf gestern in Grafenberg geht an den Favoriten: Noor Al Hawa, der drei Jahre alte Hengst aus dem Stall von Trainer Andreas Wöhler aus Gütersloh, setzte sich unter Eduardo Pedroza mit einer knappen Länge Vorsprung auf Degas (Adrie de Vries) durch. Dritter wurde Nordico (Stephen Hellyn). Das Gros des Preisgeldes geht an den Besitzer von Noor Al Hawa, den Unternehmer Jaber Abdullah aus Dubai.

Es war schon ein gutes Stück Arbeit für Eduardo Pedroza, bis der Sieg unter Dach und Fach war. "Degas ist aber auch ein gutes Pferd", meinte er über seinen Gegner, "den muss man erst einmal schlagen." Für Pedroza war es ein besonderes Wochenende, am Samstag hatte er im Sattel von Potemkin, der im Mitbesitz von Klaus Allofs steht, ein 200.000-Euro-Rennen in Paris gewonnen. "Ist ja auch nicht selbstverständlich", meinte der aus Panama kommende Pedroza, seit Jahren eine feste Größe in der Spitze der deutschen Jockeys.

Bis zum Henkel Preis der Diana 2017 ist es noch ein Dreiviertel-Jahr hin, aber die Engagements für diesen Klassiker wurden bereits vor einigen Tagen getätigt. Etwas über einhundert Stuten wurden für das Highlight der Saison eingeschrieben, darunter sind auch zwei Pferde, die das erste Rennen des gestrigen Tages unter sich ausmachten. Well Spoken hieß die Siegerin, sie verwies De Charlie auf Platz zwei. Well Spoken steht im Stall von Markus Klug aus Köln-Heumar, "eventuell wird sie dieses Jahr noch einmal laufen", sagte er, "im Preis der Winterkönigin in Baden-Baden." Das Rennen steht in drei Wochen auf dem Programmund ist alljährlich schon eine Art Standortbestimmung für das kommende Jahr. Wer da vorne ist, ist meist auch gut genug, um in der "Diana" mitzumischen.

Das wichtigste Rennen im Rahmenprogramm ging nach Warendorf, in den Stall des Architekten Ferdinand Leve. Sein Wallach Finch Hatton holte sich das "Grand Départ Düsseldorf 2017-Rennen", wonach Jockey Maxim Pecheur sich gleich ein entsprechendes Tour-Trikot aus der Hand von OB Thomas Geisel abholen konnte. Eine Teilnahme des 50-Kilo-Reiters an der Tour erscheint aber doch etwas unwahrscheinlich. Der Grafenberger Trainer Sascha Smrczek hatte gestern eine eher magere Ausbeute auf der Heimatbahn. Kein Sieger trotz einer Handvoll Starter.

Möglicherweise war der Renntag noch nicht die finale Veranstaltung 2016 in Grafenberg. Denn beim Galopper-Dachverband hatte der Reiter- und Rennverein auch den 29. Oktober, einen Samstag, angemeldet. Ob dann Rennen stattfinden, wird in den nächsten Tagen entschieden.

Renntage im Spätherbst hatte es früher in Düsseldorf häufig gegeben, so am inzwischen in Nordrhein-Westfalen nicht mehr existenten Feiertag Buß- und Bettag, ganz früher sogar zu Silvester.

Quelle: RP
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