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Lokalsport
Fechten: Mit neuem Konzept an die Weltspitze

Düsseldorf. Nach der enttäuschend verlaufenen Olympiaqualifikation will der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) mit einem neuen Konzept wieder den Anschluss an die Weltspitze schaffen. Hauptpunkt soll dabei eine einheitliche Philosophie vom Nachwuchs- bis zum Aktivenbereich sein. Zudem schloss DFeB-Präsident Dieter Lammer auch personelle Wechsel bei den Bundestrainern nicht aus.

Eine Absage erteilte er jedoch einer Spezialisierung auf erfolgreiche Disziplinen. Dies sei, so Lammer, zum derzeitigen Zeitpunkt "sicherlich nicht" denkbar. Bereits am Montag will der DFeB seinen neuen Strukturplan dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorstellen.

In der mittlerweile abgeschlossenen Qualifikationsphase für die Sommerspiele in Rio (5. bis 21. August) hat erstmals seit 1956 in Melbourne kein deutsches Team die Olympia-Teilnahme geschafft. Bislang sind lediglich vier deutsche Fechter für die Spiele in Brasilien qualifiziert. Am kommenden Wochenende in Prag haben beim europäischen Kontinentalentscheid noch drei deutsche Athleten, darunter Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann, eine letzte Chance auf ein Rio-Ticket.

"Unser größtes Problem ist die momentane sportliche Situation. Diese müssen wir schnellstmöglich wieder verbessern", sagte Lammer und rief den gesamten Verband zur Geschlossenheit auf. Man müsse vermitteln, "dass alle im deutschen Fechten dazu aufgefordert sind, die Probleme zu lösen". Einer der Gründe für den sportlichen Abstieg sei die zu langsame Anpassung an internationale Entwicklungen vor allem in den Bereichen Athletik und Dynamik. "Darauf hat man in der Vergangenheit zu wenig reagiert. Hier müssen wir Veränderungen vornehmen", sagte Lammer.

Die Spiele im Amateurfußball waren beim Druck dieser Ausgabe noch nicht beendet.

(sid)
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