| 17.41 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Die Defensive ist Fortunas Trumpf im Abstiegskampf

Twitter-Reaktionen: "Was für eine miese Schwalbe"
Twitter-Reaktionen: "Was für eine miese Schwalbe"
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf hat sich im Kampf um den Klassenerhalt in eine gute Stellung gespielt: In den Partien nach der Winterpause überzeugte vor allen Dingen die Kompaktheit der gesamten Mannschaft. Von Thomas Schulze

Fußballfreunde hat die Vergangenheit gelehrt, dass der Sturm ein Spiel gewinnt, aber die Abwehr die Meisterschaft. Natürlich ist es abwegig, im Zusammenhang mit Fortuna von der Meisterschaft zu schwelgen. Allerdings macht es durchaus Sinn, das geflügelte Wort etwas abzuwandeln – die Abwehr garantiert den Klassenerhalt.

 
Bellinghausen sieht Gelb nach Rudelbildung FOTO: Falk Janning

Fortunas Abwehr hat sich stabilisiert und war auch der Garant des Teilerfolgs beim 1:1 gegen Nürnberg. Seit der erfahrene Alexander Madlung und Routinier Karim Haggui die Innenverteidigung bilden, steht die Elf in der Defensive deutlich sicherer. Das war auch gegen Nürnberg der Fall. Nicht umsonst adelte Trainer Marco Kurz Madlung noch vor dem Topspiel als einen "ganz entscheidenen Spieler für uns". In der Partie selber leistete er sich (mal wieder) keine Fehler und ließ zusammen mit seinem Partner in der Innenverteidigung die Gäste-Stürmer Guido Burgstaller und Niclas Füllkrug lange verzweifeln. Haggui machte zudem mit einer wichtigen Defensivaktion auf sich aufmerksam, als er den Nürnberger Burgstaller mithilfe einer Grätsche nach einer halben Stunde auf dem Weg zum Tor in höchster Not stoppte. In der Mitte war für die Franken fast kein Durchkommen.

Auf Rensing ist einmal mehr Verlass

Und falls doch, dann hat Fortuna in Michael Rensing einen Torhüter, der durchweg starke Leistungen zeigt. Am Montagabend bewahrte er seine Mannschaft mit einer Glanztat vor einem möglichen Rückstand, als er nach einem eklatanten Fehler von Axel Bellinghausen den Schuss des Nürnbergers Kevin Möhwald mit einem Reflex der rechten Hand parierte. 

Bei all den Lobeshymnen darf man allerdings auch die vermeintlich offensiven Fortunen nicht vergessen: Auch Kerem Demirbay und Co. arbeiteten fleißig nach hinten. Die Partie gegen Nürnberg zeigte einmal mehr, warum die Fortuna derzeit die Aufstiegsaspiranten ärgert – Leidenschaft ist das Schlüsselwort. "Man muss die Wucht von Nürnberg erst einmal verteidigen. Das haben wir mit viel Herz gemacht", sagte Trainer Kurz stolz. Auch seine Spieler wussten, worin ihre Stärke lag. So sprach Demirbay von einem sehr guten Spiel, indem sie "alles in die Waagschale geworfen haben". Und Teamkollege Sercan Sararer sagte: "Wir kämpfen im Moment klasse füreinander."

Fortuna besitzt dadurch derzeit eine stabile Defensive – und diese wirkt sich positiv auf ihr Spiel aus. Sie stabilisiert das Team, schafft Vertrauen und ist die Basis eines erfolgreichen Spiels. Und sie hat Auswirkungen auf die Ergebnisse und die Tabelle. In der unteren Tabellenhälfte haben nur Heidenheim (23) und Bielefeld (19) weniger Gegentreffer kassiert als Fortuna (27). Der Tabellenzweite Freiburg hat ein Tor weniger kassiert, der Dritte Nürnberg sogar zwei mehr. Zu viel für einen Aufstiegsaspiranten.

(ths)
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