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Lokalsport
Fortuna II: Aksoy muss sich mit einem 0:0 begnügen

Düsseldorf. Die Siegesserie ist zu Ende. Nach zuletzt drei Erfolgen am Stück reichte es für Fortunas Zweitvertretung in der Fußball-Regionalliga West dieses Mal nur zu einem torlosen Remis gegen den TuS Erndtebrück. Von Maximilian Lonn

Zwar ist der Punktgewinn gegen den Drittletzten der Tabelle keineswegs als Beinbruch zu bewerten, trotzdem kündigte sich der Schlendrian im Spiel der Flingerner bereits im Training an. "Die Woche war nicht so, wie ich mir das gewünscht habe", verriet Trainer Taskin Aksoy. "Wir hatten nicht die nötige Spannung wie in den vergangenen Wochen. Dementsprechend hatte ich auch kein so gutes Gefühl vor dem Spiel." Anzeichen von Leichtsinn ließen sich in der Anfangsphase jedoch nicht ausmachen. Die "Zwote" begann druckvoll, schob die beiden Viererketten immer wieder weit nach vorn und eroberte so viele Bälle im Mittelfeld - einzig der Torerfolg blieb aus.

Es war daher ein Rätsel, warum die Rot-Weißen anschließend immer mehr den Faden verloren. Vielleicht war es ja doch das Fehlen des verletzten Mittelfeldlenkers Bryce Alderson, dessen ordnende Hand und Aggressivität weder Marcel Sobottka noch Justin Kinjo ersetzen konnten. Die beiden Profileihgaben waren zwar sichtlich bemüht, gegen die körperbetonten und leidenschaftlich kämpfenden Gäste fanden sie allerdings kein probates Mittel. Aksoy reagierte und brachte nach der Pause Kaan Akca in die Partie, um seinem Team einen Schuss Kreativität zu verleihen.

Eine gute Idee, die spätestens ab der 60. Minute konterkariert wurde, als sich seine Elf immer mehr zurückdrängen ließ und fast um das Gegentor bettelte. Dass dieses nicht fiel, verdankten die Hausherren auch Schiedsrichter Sascha Weirich, der einen Treffer von Ridvan Balci (73.) wegen vermeintlichen Foulspiels zurückpfiff. "In der zweiten Halbzeit haben wir gar nicht mehr stattgefunden", monierte Aksoy, der dennoch versöhnliche Worte fand: "Letztlich aber bin ich nach unserem schlechtesten Spiel im Jahr 2016 mit dem einen Punkt nicht unzufrieden."

Fast wären es sogar zwei mehr geworden, doch Marvin Ajani traf nach dem besten Fortuna-Angriff der zweiten Hälfte nur den Pfosten. Was also bleibt von diesem Spiel übrig? Zumindest die Erkenntnis, dass sich kein Spieler auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen darf. Nicht umsonst hatte Aksoy zuletzt immer betont, dass sein Team nicht individuell am stärksten sei, sondern am besten im Kollektiv funktioniere. Die 90 Minuten am Flinger Broich waren Beweis genug dafür.

Quelle: RP
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