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Lokalsport
Fortuna II: Das Team muss sich noch finden

Düsseldorf. Der Fußball-Regionalligist geht mit einer fast komplett neuformierten Mannschaft an den Start. Von Maximilian Lonn

Die vergangene Regionalliga-Saison war für Fortunas Zweitvertretung eine Spielzeit der Superlativen: Neben der besten Endplatzierung (Tabellenrang sechs) und Punkteausbeute (59 Zähler) stellte das Team von Trainer Taskin Aksoy mit 63 Treffern zudem noch einen neuen Torrekord auf. Nach einem großen Personalumbruch in der Sommerpause backt die U23 in der neuen Saison jedoch wieder kleinere Brötchen. Einzig der Klassenerhalt zählt.

Was ist neu? 14 Spieler gingen, ebensoviele wurden neu geholt. Vor allem die Offensive wurde mit sieben neuen Akteuren komplett umgekrempelt. Von den insgesamt sechs externen Zugängen besitzen nach den Eindrücken der Testspiele derzeit Ridvan Balci, Emre Can sowie Sebastian van Santen die besten Startelfchancen. Zudem sammelte der aufgerückte A-Junior Tim Galleski bei seinen Auftritten auf der linken Seite fleißig Pluspunkte. Mit einem Durchschnittsalter von 20,32 Jahren schickt Aksoy den jüngsten Kader seiner Amtszeit ins Rennen. Lediglich Kapitän Christian Weber (32) sowie Leander Goralski, Tobias Lippold, Kaan Akca und Ridvan Balci (alle 22) sind älter als 21.

Was sind die Stärken und Schwächen? Vom fußballerischen Potenzial her ist die U23 vielleicht sogar ein Ticken stärker als im Vorjahr. Wenn sich alle Spieler an die taktischen Vorgaben halten, kann diese Mannschaft eine unheimliche offensive Wucht entwickeln. Entsprechend ließ Aksoy sein Team in den Testspielen stets in einem 4-4-2-System agieren. Stellt sich der Gegner jedoch vornehmlich hinten rein und setzt dabei auf körperliche Gegenwehr, fehlen der jungen Truppe mitunter Ideen und Lösungen. Zudem muss die "Zwote" defensiv noch an der Konzentration arbeiten. Nicht umsonst fielen im abschließenden Testspiel gegen den belgischen Zweitligisten Union St. Gilloise (2:3) zwei der der drei Gegentreffer jeweils nach individuellen Patzern.

Wie ist das Umfeld? Nicht nur in der Mannschaft, sondern auch im Funktionsteam fand ein kleiner Umbruch stand. Neu dabei sind Zeugwart Marco Rose sowie die beiden Teammanager Dirk Deutschländer und Jari Richardson, die die Aufgaben der langjährigen Mitarbeiter Michael Kuhn (zum Wuppertaler SV) und Hermann Meurers übernehmen. Derweil steht Taskin Aksoy vor seiner fünften Spielzeit als Trainer der U23. Spannend dürfte zu beobachten sein, wie der 49-Jährige die Doppelbelastung als Sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums wegsteckt.

Wie lautet die Prognose? Angesichts der zahlreichen neuen Spieler muss sich das Team erst einmal finden. Sollte der Eingewöhnungsprozess schnell vonstatten gehen und die Mannschaft ihr vorhandenes Potenzial abrufen können, ist eine Platzierung zwischen Platz acht und zwölf nicht unrealistisch.

Quelle: RP
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