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Lokalsport
Fortuna II erreicht gegen Wiedenbrück sportlichen Tiefpunkt

Düsseldorf. Normalerweise geht es im VIP-Container nach den Heimspielen von Fortunas Zweitvertretung äußerst beschaulich zu. Nach dem Fußball-Regionalligaspiel zwischen der Düsseldorfer U23 und dem SC Wiedenbrück (1:2) war das Interesse an der obligatorischen Pressekonferenz jedoch deutlich größer als üblich. Von Maximilian Lonn

So mischten sich neben den Medienvertretern auch Fortunas Sportvorstand Erich Rutemöller sowie Chefscout und Kaderplaner Uwe Klein unter das Volk. Ein seltener Besuch, doch das Duo wollte mit eigenen Ohren hören, was Trainer Taskin Aksoy nach der nunmehr achten Saisonniederlage zu sagen hatte. Wirklich Neues konnte ihnen der Fußballlehrer allerdings nicht berichten. "Ich glaube, ich könnte jede Woche eine Platte auflegen und jedes Mal das Gleiche erzählen", meinte er ernüchtert.

Was die erneuten individuellen Fehler bei den beiden Gegentreffern angeht, mochte der 49-Jährige durchaus Recht haben. Was seine Mannschaft jedoch, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, über die 90 Minuten hinweg auf dem Platz vollbrachte, war schlicht und einfach viel zu wenig, um im Abstiegskampf mitzuhalten.

Phasenweise hatte man sogar den Eindruck, dass der eine oder andere Spieler gar nicht begreifen wollte, dass es längst um den Klassenerhalt geht. Jedenfalls war das schwache und naive Zweikampfverhalten sowie die Vielzahl von Fehlpässen bei einigen Akteuren ein deutliches Indiz dafür.

Dabei hatten die Rot-Weißen vor der Partie noch tatkräftige Unterstützung in Form von gleich sechs Lizenzspielern erhalten. Von diesem Sextett erwiesen sich jedoch nur Keeper Lars Unnerstall und Emmanuel Iyoha, der im zweiten Durchgang sogar die 2:1-Führung auf dem Fuß hatte, als Verstärkung. Der Rest blieb weit unter seinen Möglichkeiten.

Viel schlimmer war für Aksoy jedoch, was sich nach dem 1:2 abspielte. "Ab dem Zeitpunkt haben wir eigentlich nicht mehr stattgefunden. Da haben dann der Glaube und die Leidenschaft gefehlt", klagte er und knöpfte sich seine Mannschaft direkt nach dem Schlusspfiff in der Kabine vor. "Ich habe ihr gesagt, dass man mal fußballerisch unterlegen sein kann. Aber wir als U23 dürfen uns hinterher nicht vorwerfen lassen, dass wir keine Leidenschaft an den Tag gelegt und uns nicht mit Haut und Haaren gegen diese Niederlage gewehrt hätten."

Ob dieser Appell wirklich angekommen ist, wird sich erst in knapp zwei Wochen zeigen. Dann beginnt gegen den Bonner SC nämlich schon die Rückrunde. Bis dahin muss sich jedoch einiges ändern, vor allem in puncto Einstellung. In der Führungsriege bleibt man aber (noch) gelassen. Angesprochen auf die derzeitige Situation meinte Rutemöller: "Am Ende werden die Küken gezählt."

Quelle: RP
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