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Lokalsport
Fortuna II gewinnt trotz schwacher Chancenquote in Wegberg-Beeck

Düsseldorf. Das Bild wirkte schon ein wenig skurril. Da saßen die Spieler von Fortunas Zweitvertretung nach dem 2:1-Sieg in der Fußball-Regionalliga-West gegen den FC Wegberg-Beeck wie begossene Pudel am Mittelkreis und machten nicht den Anschein, als würden sie sich über den zweiten Auswärtssieg in Folge freuen. Vielmehr war nach dem glücklichen Erfolg beim Tabellenletzten eine gewisse Scham in den Gesichtern zu erkennen. Auch Trainer Taskin Aksoy wollte das Geschehene nicht unkommentiert lassen und redete noch auf dem Platz zu seinen Schützlingen. Über den Inhalt der Unterredung hielten die Beteiligten anschließend Stillschweigen, ehe Aksoy auf der Pressekonferenz Licht ins Dunkel brachte: "Unsere Jungs haben den Anspruch, in der ersten Mannschaft zu spielen. Heute hat man gesehen, warum sie noch bei uns sind. Das Spiel musst du mit 3:1, 4:1 oder 5:1 nach Hause fahren - das habe ich den Jungs auch gesagt." Von Maximilian Lonn

Der Ärger des 48-jährigen Fußballlehrers war nach Betrachten der 90 Minuten absolut nachvollziehbar. Obwohl die Flingerner über weite Strecke gegen limitierte Wegberger die deutlich überlegene Mannschaft waren, mussten sie trotz bester Chancen lange um den Erfolg zittern. Insbesondere Tugrul Erat hätte mehr als das 1:0, das der starke Marvin Ajani kurz vor der Pause mit einem 40-Meter-Sololauf einleitete, erzielen müssen. Allerdings stand die Profileihgabe entweder im Abseits oder traf vor dem Tor die falsche Entscheidung und legte lieber noch einmal quer anstatt selber abzuschließen.

So hielten die Düsseldorfer die stark defensiv ausgerichteten Hausherren ohne Not im Spiel und wurden durch den eingewechselten Enzo Wirtz (78.) folgerichtig bestraft. Zum Glück für die Rot-Weißen dauerte die Korrektur nur wenige Sekunden, als Ajani nach dem Ausgleich im Sprinttempo in den Strafraum drang und dort nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kemal Rüzgar souverän. Doch "was danach ablief, spottet jeder Beschreibung", wie es Aksoy treffend zusammenfasste, denn wie die Gäste anschließend zwei Chancen zum 3:1 versiebten, grenzte schon an Slapstick.

Die schwache Chancenverwertung bleibt also weiter die größte Baustelle bei der "Zwoten", bei der weiterhin das Prinzip Hoffnung herrscht. "Ich hoffe, dass sich das in Zukunft verbessert, und dann sehen die Ergebnisse auch mal klarer aus", sagte Ajani. Damit steht er bestimmt nicht allein da.

Quelle: RP
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