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Lokalsport
Fortuna II schlägt sich erneut selbst

Düsseldorf. Beim 1:2 gegen Oberhausen leisten sich die Düsseldorfer wieder zu viele Fehler. Von Maximilian Lonn

Wenige Sekunden nach dem Schlusspfiff bewies Stadion-DJ Tobias Geier ein feines Gespür für die derzeitige Situation bei Fortunas U23. "Das wird ein, das wird ein harter Weg", dröhnte es aus den Lautsprechern. Der Song der Düsseldorfer Punkrockband "Broilers" war die passende musikalische Untermalung für das, was in den kommenden Wochen und Monaten auf den Fußball-Regionalligisten wartet, mit einer kleinen Korrektur: Es wird ein knüppelharter Weg.

Denn auch gegen Rot-Weiß Oberhausen zeigte sich, dass dieses blutjunge und von Personalausfällen gebeutelte Team trotz zahlreicher Rückschläge in Form von Niederlagen und Punktverlusten in den vergangenen Wochen dennoch in der Lage ist, in der Regionalliga mitzuhalten. Das Problem: Es schafft es auch immer wieder, vielversprechende Ansätze durch individuelle Aussetzer und Fehler zunichte zu machen. Gerade das 1:0 für die Gäste lieferte das perfekte Bewerbungsmaterial für die Fernsehsendung "Pleiten, Pech und Pannen". Tarsis Bonga spielte nach einem schlecht ausgeführten Freistoß der "Zwoten" ohne Not einen Rückpass auf Leander Goralski, der, völlig überrascht von dieser Aktion, den Ball nicht richtig kontrollieren konnte, so dass Güngör Kaya freie Bahn bekam. Zwar versuchte Rico Weiler als letzte Instanz noch, den Einschlag zu verhindern, doch gegen den wendigen RWO-Angreifer hatte der Innenverteidiger keine Chance.

"Das war Slapstick pur", kommentierte der Fußballlehrer frustriert. "So ein Tor darf, egal in welcher Liga, nicht fallen." Zwar bewiesen die U23 im Anschluss Moral und erzielten schnell den Ausgleich, doch was hilft das, wenn man sich nur wenige Minuten später erneut dämlich anstellt und den nächsten unnötigen Gegentreffer kassiert? Aksoy weiß um das Dilemma: "Es ist nicht einfach in der jetzigen Konstellation. Wir haben heute wieder mit sechs Spielern agiert, die im Vorjahr noch in der U19 gespielt haben. Denen fehlt es einfach an Erfahrung, Körperlichkeit und Stabilität - das merkt man jede Woche."

Die Lösungsmöglichkeiten werden jedenfalls nicht größer: Nächste Woche fallen mit Goralski (Gelb-Rote Karte) und Hendrik Lohmar (fünfte Gelbe Karte) die nächsten wichtigen Spieler aus.

Quelle: RP
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