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Lokalsport
Fortuna II verschenkt den Heimsieg

Düsseldorf. Der Fußball-Regionalligist kassiert in der Schlussphase das 2:2 gegen Siegen. Von Maximilian Lonn

Die Tür war bereits vor dem Anpfiff einen Spalt weit geöffnet, 90 Minuten später fiel sie jedoch wieder krachend ins Schloss. Genauer gesagt in der 84. Minute, als Julian Jakobs mit einem satten Linksschuss den 2:2-Ausgleich für die Sportfreunde Siegen erzielte. Ein Schuss mitten ins Herz von Fortunas Zweitvertretung, die damit den erhofften Sprung aus der Abstiegsregion verpasste. "Wie dieses Spiel hier noch 2:2 ausgehen kann - das darf eigentlich nicht sein", haderte Fortunas Trainer Taskin Aksoy mit dem Schicksal.

Nicht nur dem Fußballlehrer war die Fassungslosigkeit nach dem schon fünften Remis in dieser Spielzeit anzusehen, auch seine Spieler guckten nach dem Schlusspfiff bedröppelt aus der Wäsche. Eigentlich hatten sie nicht viel falsch gemacht, insgesamt sogar einen ziemlich ordentlichen Auftritt hingelegt und den Gegner klar beherrscht. Dass letztlich trotzdem nur ein Zähler auf dem Punktekonto landete, lag vor allem an Konzentrationsproblemen vor den Gegentreffern. "Wir schenken dem Gegner das 1:1 nach einem Eckball, als der Siegener aus drei Metern auf das Tor köpfen darf. Und beim 2:2 bekommen wir nach einem langen Ball, den wir besser verteidigen müssen, den zweiten Ball nicht. Stattdessen fällt dieser Jakobs vor die Füße", zählte Aksoy die Mängel auf.

Dazwischen hatte ihm seine Elf - wie eingangs erwähnt - kaum einen Grund für harte Kritik gegeben. Gegen ultra-defensiv eingestellte Siegener, die mit einer Fünfer-Abwehrkette agierten, erspielten sich die Gastgeber schnell ein Übergewicht - allerdings nur bis zum Strafraum, wo die Gäste-Abwehr zusätzlich noch Unterstützung aus dem Mittelfeld erhielt. Das Ergebnis war ein neunköpfiges Bollwerk, das sich praktisch in jeden Schuss warf. Ein Konzept, welches immerhin bis zur 34. Minute aufging, ehe Hendrik Lohmar nach einer einstudierten Eckballvariante den Führungstreffer erzielen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielgeschehen: Fortuna agierte, und Siegen reagierte. Oder in Zahlen ausgedrückt: Sechs Großchancen gegen zwei, wobei die Flingerner dummerweise nur eine durch Profileihgabe Emmanuel Iyoha zum 2:1 verwertete (76.).

"Wenn man die Chancenbilanz sieht, müssen wir einfach das dritte oder vierte Tor nachlegen", monierte Aksoy. "Aber wir haben uns anscheinend für den Weg der kleinen Schritte entschieden."

Quelle: RP
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