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Lokalsport
Fortunas Innenverteidigung ein Torso

Düsseldorf. Das 1:6-Debakel in Hannover ist die höchste Pokalniederlage, die die Düsseldorfer seit Einführung des Wettbewerbs 1935 kassiert haben. Kein einziger Spieler erreichte auch nur annähernd Zweitliga-Format. Von Werner Jolitz

MICHAEL RENSING Sehr ungewöhnlich für den ansonsten immer zuverlässigen Düsseldorfer Torhüter: Er musste schon nach einer Viertelstunde den Ball zum vierten Mal aus dem Netz holen. Sehr frustrierend für ihn, denn eigene Schuld traf den Keeper keine. Note 4

JULIAN SCHAUERTE Wurde schon sehr früh durch die stürmischen Hannoveraner in die Defensive gedrängt, ließ beim 0:2 dem Torschützen viel zu viel Raum. Wurde in der ersten Halbzeit mit seinen Kollegen zusammen regelrecht überrannt. Note 5

KEVIN AKPOGUMA Der in der Liga zuletzt gesperrte U21-Nationalspieler durfte im DFB-Pokal in Hannover spielen, bildete mit Madlung zusammen die Innenverteidigung. Sehr nervös und unaufmerksam, leistete sich erst einen unnötigen Fehlpass im Aufbau und ließ dann Martin Harnik zum 4:0 gewähren. Köpfte wenigstens das Ehrentor. Note 5

ALEXANDER MADLUNG Im Pokal durfte auch der 34-Jährige spielen, seine momentane Sperre gilt nur für Ligaspiele - er rückte im Pokal auf seine Stammposition. Leitete dann bereits in der 6. Spielminute durch einen katastrophalen Fehler den 0:1-Rückstand ein - auch beim zweiten Gegentor sah er alles andere als gut aus. Beim 5:1 begleitete er den Torschützen nur, ohne einzugreifen. Note 6

LUKAS SCHMITZ Man hatte den Eindruck, dass der ehemalige Bremer mit der Einzige war, der dem Debakel widerstehen wollte. Allein es nutze nichts, die Mannschaft zog ihn mit in den Abwärts-Strudel. Machte durch die Rote Karte eine bessere Bewertung zunichte. Note 5

ADAM BODZEK Der Kapitän war zumindest am 0:2 negativ beteiligt. Lieferte aber auch, wie die ganze Mannschaft, eine ausgesprochen dürftige Partie ab. Schaffte es nicht, den Raum vor der Abwehrkette sauber zu halten. Note 5

IHLAS BEBOU Kam zunächst über die linke Außenbahn, kam dort aber gar nicht zurecht. Wechselte dann ab und an auf die gewohnte rechte Seite. Das machte seinen Auftritt aber auch nicht besser. Note 5

KAAN AYHAN Da Stamm-Innenverteidiger Alexander Madlung im Pokal nicht gesperrt ist, rückte der türkische Nationalspieler wieder ins zentrale Mittelfeld. War in der ersten Halbzeit überhaupt nicht im Spiel, was allerdings auf alle seiner Kollegen auch zutrifft. Note 5

MARCEL SOBOTTKA Auch der gebürtige Gelsenkirchener war im Pokal nur ein Schatten seiner selbst, verlor den Ball im Mittelfeld mitunter viel zu einfach. Trug zum Spielaufbau nichts bei. Wurde nach der Pause durch Axel Bellinghausen ersetzt. Note 5

ARIANIT FERATI Sollte das Spiel auf der rechten Seite nach vorne treiben, schaffte es aber in der ersten Halbzeit nur äußerst selten - tauschte dann mit Ihlas Bebou häufiger die Flügel. War vielleicht noch der Einäugige unter den Blinden. Note 4-

MAECKY NGOMBO Trainer Friedhelm Funkel zauberte mit dem 21-Jährigen eine Überraschung aus dem Hut. Als Sturmspitze beorderte er Maecky Ngombo in die Startelf. Der Belgier war in einer insgesamt desolaten Mannschaft ganz auf sich alleine gestellt. Ging mit der Mannschaft unter, zeigte aber auch nicht viel Eigeninitiative. Note 5

AXEL BELLINGHAUSEN Wurde nach dem Seitenwechsel in die Mannschaft genommen, nahm den Platz als linker Verteidiger ein. Der Routinier agierte unauffällig, ohne Licht und Schatten. Note 4

JUSTIN KINJO Der 19-jährige Nachwuchsspieler kam in der 63. Minute für Arianit Ferati. Ohne Note

JEROME KIESEWETTER Kam in der 80. Minute für Ihlas Bebou. Ohne Note

Quelle: RP
 
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