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Lokalsport
Franziska will beim Titelkampf entspannt aufspielen

Düsseldorf. Dass Patrick Franziska in dieser Saison mit Borussia deutscher Tischtennis-Mannschaftsmeister wird, ist unwahrscheinlich. Der Rekordmeister, Titelverteidiger und Titelfavorit wird höchstwahrscheinlich die Play-offs verpassen. Doch "Franz" kann ja noch deutscher Einzelmeister werden. Die Chance dazu bietet sich bei an diesem Wochenende bei den Titelkämpfen in Bielefeld. "Deutscher Meister zu werden, ist immer schön, in Deutschland aber auch immer schwer, weil es viele Spieler auf hohem Niveau gibt", sagt Franziska. Von Tino Hermanns

Sein Klubkamerad Timo Boll wird nicht in Bielefeld und auch nicht wie geplant bei den Kuwait Open sein. Seine Gesundheit lässt einen Einsatz noch nicht zu. Der Weltranglisten-Zehnte und amtierende Einzelmeister trainiert nach seinem grippalen Infekt zwar wieder, aber noch folgen fünf Angriffsschlägen acht lautstarke Huster und ein Schweißausbruch. Bolls erster Wettkampf ist für die kommende Woche bei den Qatar Open (23. bis 27. März) anvisiert.

So ist Franziska der einzige Borusse im Kampf um den diesjährigen Titel. Dass er das Potenzial besitzt, Boll-Nachfolger zu werden, hat der 23-Jährige schon oft bewiesen. Nur in jüngster Zeit nicht. Da verhinderte eine tiefe Selbstvertrauenskrise bei der Arbeit, dass er Höchstleistungen zeigt. "Ich will in Bielefeld ganz entspannt aufspielen, mich von Runde zu Runde steigern und am Ende schauen, was dabei rausgekommen ist. Ich mache mir keinen Druck, sondern will mich wohlfühlen und Spaß haben", sagt Franziska. Er hofft aber dennoch, dass bei ihm der mentale Knoten platzt. "Falls ich das Halbfinale erreiche, bin ich happy. Aber so weit möchte ich noch gar nicht denken."

Größte Konkurrenten dürften der Meister von 2013, Steffen Mengel (TTC Schwalbe Bergneustadt), die drei Ex-Borussen Bastian Steger (zweimal Meister/SV Werder Bremen), Ricardo Walther (Bergneustadt) und Frankreich-Legionär Patrick Baum sein.

Morgen soll es richtig hart werden für Patrick Franziska. Sechs Partien, drei im Einzel, drei im Doppel, in dem der Düsseldorfer mit Jens Schabacker (TTC Ober-Erlenbach) antritt, sollen es sein. Dann stünde er sowohl im Einzel als auch im Doppel im Halbfinale. Das und natürlich die Endspiele werden erst am Sonntag ausgetragen.

Quelle: RP
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