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Lokalsport
Für die Giants war die Sensation zum Greifen nah

Düsseldorf. Basketball-Regionalligist verliert knapp bei Titelfavorit Schalke mit 75:78. ART patzt überraschend beim SV Hagen-Haspe. Von Christine Leska-Ottensmann

Ganz dicht vor einer Sensation standen die Regionalliga-Basketballer der Giants: Sie boten dem Titelfavoriten FC Schalke 04 einen heißen Kampf, zogen am Ende aber hauchdünn mit 75:78 (37:39) den Kürzeren. "Schalke ist eine starke und vor allem eingespielte Mannschaft mit sehr vielen erfahrenen Kräften. Das hat sich vor allem in der Schlussphase gezeigt. Aber über weite Strecken haben wir besonders unsere Vorteile unter den Körben gut ausgespielt", sagte Giants-Trainer Gerrit Terdenge.

Obwohl die Düsseldorfer ohne ihren variablen Flügelspieler Joscha Domdey auskommen mussten, gingen sie zunächst mit 11:8 in Führung. In der Folge geriet der Angriff gegen eine gut stehende Schalker Defensive etwas ins Stocken, so dass der erste Abschnitt mit 16:19 verloren ging. Im zweiten Viertel gerieten die Giants sogar mit 23:31 ins Hintertreffen, doch durch Stephen Danso (elf Punkte) oder den nicht zu stoppenden Dijon Smith (15) kamen sie immer wieder zu etwas Zählbarem.

Nach der Pause drehte vor allem Fabian Mroz auf, der innerhalb von acht Minuten acht Punkte erzielte und seine Farben erstmals wieder in Führung brachte (50:48/28.). Stark zeigte sich in dieser Phase auch Marvin Lintner, der in der Defensive einen wichtigen Faktor für die Giants darstellte. Im letzten Viertel glänzte dann insbesondere Vedran Nakic, die Gäste glichen nach zwischenzeitlichem 53:55 mehrmals aus. Ihren sicheren Freiwurfschützen hatten es die Hausherren am Ende zu verdanken, dass sie einen knappen Sieg einfuhren und nun alleiniger Tabellenführer sind. "Dass es am Ende nicht gereicht hat, ist ärgerlich. Dennoch können wir mit solchen Leistungen optimistisch in die Zukunft blicken", sagte Trainer Terdenge.

Damit sind die Giants punktgleich mit drei weiteren Kellerteams, und auch der ART ist nun in den Abstiegskampf gerutscht. Nachdem die Mannschaft von Robert Shepherd ihren deutlichen Sieg gegen die BG Dorsten wegen eines Formfehlers am Grünen Tisch verloren hat (wir berichteten), schmerzt das 76:87 (35:39) bei Kellerkind SV Hagen-Haspe umso mehr. Der Trainer vermisste den unbedingten Siegeswillen seiner Schützlinge. "Leider haben wir nicht mit der nötigen Energie gespielt. Das haben die Hagener viel besser gemacht."

Entscheidend war auch, dass der ART gegen den Amerikaner Chartrael Hall keine Mittel fand (31 Punkte, 16 Rebounds, sieben Assists). "Die Ballverluste waren die Schlüsselszenen. Die Hagener haben unsere Fehler konsequent ausgenutzt und getroffen", sagte Shepherd. Da half es auch nicht, dass Max Dohmen nach der starken Leistung gegen Dorsten auch in Hagen gut aufgelegt und mit 19 Punkten bester Werfer war.

Quelle: RP
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