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Lokalsport
Gerresheim im Derby ersatzgeschwächt

Düsseldorf. Die Handballer der HSG treten im Landesliga-Duell bei der SG Unterrath an. Personelle Probleme hat auch die Fortuna vor dem Spiel bei ETB SW Essen. Der TV Angermund will in der Verbandsliga Wiedergutmachung betreiben. Von Michael Hinzmann

Nach der unnötigen Niederlage im Derby gegen den Nachbarn TV Ratingen verlangt Ulrich Richter, Trainer des Handball-Verbandsligisten TV Angermund, von seinen Schützlingen heute im Vergleich beim Niederbergischen HC (19.35 Uhr) unbedingten Einsatzwillen: "Unsere Gastgeber sind kämpferisch sehr präsent und geben alles. Dies erwartete ich auch von meiner Mannschaft. Ich hoffe, dass wir gut ins Spiel kommen und so die Zeichen frühzeitig auf Sieg stellen können." Gegen den Aufsteiger aus Neviges, der bislang in neun Spielen nur einen Sieg holen konnte und deshalb am Tabellenende steht, ist ein Erfolg Pflicht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Angerländer ihre Trefferquote deutlich verbessern. Nicht dabei sind Felix Merten (Beruf) und Marcel Stefke (Grippe).

Bereits das vierte Lokalderby in der Landesliga wartet morgen auf die HSG Gerresheim. Nachdem es gegen den ART II, die Fortuna und die HSG Jahn/SC West jeweils ein Unentschieden gab, hoffen die Gerresheimer auch bei der SG Unterrath (16 Uhr, Franz-Rennefeld-Weg) punkten zu können. Allerdings haben die Gastgeber zurzeit einen Lauf und sind seit fünf Spieltagen ungeschlagen. Ihr Trainer Burkhard Räker freut sich schon auf den Vergleich: "Die Partien gegen Gerresheim waren bislang echte Derbys mit vielen Zuschauern, bei denen auch auf Tribüne gut was los war. Ich denke schon, dass gegen die HSG was für uns drin ist." Bis auf den fehlenden Marcel Filocomo steht Räker die Bestbesetzung zur Verfügung.

Bei den Gerresheimern bleibt es indes weiter bei der langen Verletztenliste . "Unter der Woche hatte ich nur eine Handvoll Spieler im Training. Unterrath hat genau das was uns momentan fehlt, nämlich viele Alternativen auf der Bank. Deshalb sehe ich die SGU in einer leichten Favoritenrolle, da sie am Ende nach hinten raus mehr Luft haben könnte", erklärt HSG-Trainer Ralf Müller. Der Coach hofft daher, dass seine Deckung wieder steht, um durch schnelles Umschalten zu einfachen Toren zu kommen und so mit den Kräften haushalten zu können.

"Das wird eine 50:50-Geschichte. Werden ist ein guter Aufsteiger, der, auch wenn er momentan nur sechs Punkte hat, über eine starke Offensive verfügt", glaubt Markus Wölke, der Trainer der HSG Jahn/SC West vor dem Gastspiel der DJK Grün Weiß Werden heute in Oberkassel (18.15 Uhr, Lewitstraße). Damit es bei der anschließenden Weihnachtsfeier keine langen Gesichter gibt, hat er das passende Rezept parat: "Über unsere Deckung mache ich mir keine Sorgen. Wir müssen vielmehr vorne zu legen und die herausgespielten Chancen deutlich besser verwerten."

Eine ganz schwere Aufgabe wartet auf die Fortuna beim ETB SW Essen. Dieser gehört zum Spitzentrio der Landesliga, hat bislang erst zwei Minuspunkte auf dem Konto und darf sich keinen Fehltritt erlauben, wenn er den Tabellenführer MTG Horst Essen von der Spitze verdrängen will. Ausgerechnet gegen diese Topmannschaft muss Fortuna-Trainer Andreas Laschet auf fünf Spieler verzichten. "Ich habe zwar meine Stamm-Sechs dabei, aber mit unserem kleinen Kader wird es schwer in Essen zu bestehen. Zudem müssen wir noch die zwei Niederlagen verdauen, die wir uns zuletzt eingefangen haben", sagt Laschet.

Eine durchaus lösbare Aufgabe hat der ART II zu bewältigen. Er ist heute Gastgeber (15.45 Uhr, Graf-Recke-Straße) im Duell gegen die zweite Mannschaft des TB Wülfrath, die, wie ihr A-Team in der Verbandsliga, mitten im Abstiegskampf steht. Lediglich gegen die schon damals von großen Personalsorgen gebeutelten Gerresheimer konnten die Gäste bislang punkten. Obwohl das Team von Trainer Kai Petersen zumindest bis zur Weihnachtspause auf Rene Wagner, der in Oberliga-Mannschaft der Rather aushilft,, verzichten muss, wäre alles andere als ein klarer Erfolg für ihn eine Enttäuschung.

Quelle: RP
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