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Lokalsport
Gerresheim zittert vor Abstiegskandidat West

Düsseldorf. In der Handball-Landesliga übt das Derby einen besonderen Reiz aus. ART II gastiert beim Spitzenreiter in Saarn. Von Michael Hinzmann

Mit bislang nur drei Punkten aus sechs Spielen fällt die Bilanz der HSG Jahn/SC West, auch bedingt durch massive Personalprobleme, in der Handball-Landesliga momentan nicht allzu rosig aus. Dies ist für Ralf Müller, den Trainer der HSG Gerresheim, die mit 6:6 Punkten im Mittelfeld rangiert, jedoch kein Grund die Gäste vor dem Stadtderby (Sonntag, 18 Uhr, Carl-Sonnenschein-Schule, Unterbach) auf die leichte Schulter zu nehmen. "Das wird sicherlich ein schweres Spiel. West liegt uns einfach nicht. Selbst wenn die Oberkasseler in keiner guten Verfassung waren, haben wir uns immer schwer getan. Aber natürlich gehen wir mit dem Ziel ins Spiel die Partie zu gewinnen." Dabei muss er allerdings neben den Dauerverletzten nun auch auf Sebastian Kikbusch und seinen Stamm-Torhüter Dennis Naunheim verzichten.

Entspannt hat sich hingegen die Personal-Situation bei Jahn/West. Zwar fehlen Trainer Markus Wölke immer noch fünf Akteure, dank seines großen Kaders kann er aber gleichwohl mit einer vollen Ersatzbank gegen die Gerresheimer antreten. Deshalb geht er durchaus optimistisch in das Derby: "Das wird eine spannende Geschichte. Es waren stets enge Spiele auf Augenhöhe bei denen letztlich Kleinigkeiten entscheidend waren. Die Statistik spricht allerdings für uns. Darauf setzte ich auch dieses Mal, auch wenn sich die Gerresheimer zur neuen Saison gut verstärkt haben."

Zumindest personell hat der ART II gegen die DJK VfR Mülheim Saarn alle Möglichkeiten. Beim Landesliga-Spitzenreiter können die Rather komplett antreten und bekommen in Bastian Thole aus der ersten Mannschaft zusätzliche Verstärkung. Gleichwohl stehen die Gäste mächtig unter Druck, da unbedingt ein Sieg her muss, um den Abstand zur Spitze nicht zu groß werden zu lassen. Dies sieht auch der Rather Mannschaftsverantwortliche HaJo Pfeiffer so: "Bei einer Niederlage wäre mit dann vier Punkten Rückstand der Zug nach oben erstmal abgefahren. Saarn ist ein starker Gegner, aber mit unserer Besetzung haben wir eine reelle Chance die Punkte zu holen und die Mannschaft entsprechend eingeschworen."

Klarer Außenseiter ist hingegen die Fortuna (Sonntag, 14 Uhr, Graf-Recke-Straße) gegen den Zweiten SG Ratingen II, der bislang lediglich gegen den ART II mit 27:28 hauchdünn zwei Zähler einbüßte. Fortunas Coach Andreas Laschet: "Wir werden tun, was wir können und haben Gegner nichts zu verlieren. Allerdings sind die Vorzeichen nicht gut, da mir in Nicolas Wergen und Kai Wachelau zwei wichtige Rückraum-Spieler fehlen werden." Vor allem geht es darum, die junge Ratinger Mannschaft nicht zu ihrem Tempospiel kommen zu lassen, stattdessen in den Positionsangriff zu zwingen und die Partie so solange wie möglich offen zu gestalten.

Nicht weniger schwierig ist die Aufgabe der SG Unterrath beim Vierten ETB SW Essen, der über einen ebenso spielstarken wie torgefährlichen Rückraum verfügt. Dies ist für SGU-Trainer Arno Heißmeyer jedoch kein Grund zum Trübsal blasen: "Wir fahren gerne nach Essen. Der ETB hat seit Jahren eine starke Mannschaft, die auch dieses Mal gut gestartet ist, während wir erst zwei Punkte haben. Deshalb arbeiten wir konzentriert an unseren Defiziten in der Abwehr und am Erzielen einfacher Tore. Wenn uns gelingt, dies in Essen besser zu machen, haben wir auch gute Chancen, beim ETB zu bestehen." Bis auf den beruflich verhinderten Christian Abel ist die SGU komplett.

Quelle: RP
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