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Lokalsport
Handballer trotzen dem Wetter

Düsseldorf. Beim traditionellen Pfingstturnier wurde den Zuschauern trotz wechselhafter äußerer Bedingungen einiges geboten. Während bei den Herren der TuS Lintorf triumphierte, holte bei den Damen die Turnerschaft St. Tönis den Gesamtsieg. Von Michael Hinzmann

Glühwein oder Caipirinha? Egal. Das Team um den neuen Organisationsleiter Sebastian Dach war bei den Handball-Pfingstturnieren des SC West aufgrund der wechselhaften Temperaturen wie immer bestens auf alles vorbereitet. "Alles geht Hand in Hand. Jeder weiß, was er zu tun hat, und gemeinsam trotzen wir dem Wetter, das besser ist als eigentlich angesagt", sagte Dach über den reibungslosen Ablauf. Da trübte ihn nur eine kleine Regenpause und die kurzfristigen Absagen einiger Mannschaften, wodurch der Spielplan neu gestrickt werden musste. Die Folge: Das ohnehin kleine Teilnehmerfeld schrumpfte noch weiter auf lediglich zehn Herren- und zwölf Damen-Mannschaften.

Diese hatten allerdings mächtig Spaß, und das nicht nur auf dem Feld, sondern auch bei der anschließenden Players-Party im Chateau Rikx. Dort wurden Christina Upielz als beste Spielerin und Torhüterin Nicole Baumanns (beide Turnerschaft St. Tönis) ausgezeichnet und durften sich ebenso wie die Lintorfer Andreas Kopp (bester Spieler) und Laurits Gerdes (bester Torwart) über das aktuelle Turnier-Shirt und Düsseldorf-Souvenirs freuen. Groß war die Freude auch bei Marita Manske vom Ambulanten Kinderhospizdienst, für den die Oberkasseler erneut sammelten. Bei der Schätzaktion, bei der es darum ging, das Gewicht eines mit Spachtelmasse gefüllten Handballs zu erraten, kamen genug Spenden zusammen, um den Wunsch nach einem Fotodrucker zu erfüllen.

Einen farbenfrohen Akzent setzten indes die Handballerinnen der SG Unterrath, die sich mit pinkfarbenen Duschhauben gegen die dunklen Wolken am Himmel gewappnet hatten. Sportlich reichte es trotz der fantasievollen Kopfbedeckungen jedoch nur zu Platz elf. Besser machte es da die ehemalige Regionalliga-Mannschaft der Freien Schwimmer, die unter dem Pseudonym Team Neusselfeld angetreten war. Obwohl die meisten längst das Trikot an den Nagel gehängt haben und beim Alter in der Regel eine 4 vorne steht, hatten sie im Halbfinale gegen das deutlich jüngere Team der HSG Solingen-Gräfrath die zweite Luft, holten einen Fünf-Tore-Rückstand noch auf und zogen mit 11:8 ins Endspiel gegen die Turnerschaft St. Tönis ein.

Gegen den Oberligisten war dann jedoch der Kräfteverlust durch die vorherigen Spiele nicht zu übersehen, so dass sich St. Tönis problemlos mit 12:8 durchsetzte.

Eine klare Sache war derweil das Herren-Halbfinale zwischen dem Vorjahressieger TuS Lintorf und der ersten Mannschaft der Gastgeber. Da sich Jahn/West viele technische Fehler erlaubte, hatten die Lintorfer wenig Mühe, mit schnellen Gegenstößen davonzuziehen. Trotz einer starken Leistung konnte deshalb auch Michael Engelen im Tor der Oberkasseler die 4:9-Niederlage nicht verhindern. Dank einer ebenso guten Vorstellung von Udo Fammler im zweiten Halbfinale im Tor des SFD 75 gegen den Verbandsligisten HSV Dümpten, zogen die Reisholzer mit 11:10 überraschend ins Endspiel ein.

Dort machte der Bezirksliga-Aufsteiger dem Ratinger Favoriten lange Zeit das Leben schwer und hielt bis zum 4:4 mit. Erst am Ende konnte der TuS seine spielerische Überlegenheit ausspielen und machte mit fünf Treffern in Folge zum 9:4 den Turniersieg perfekt.

Quelle: RP
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