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Lokalsport
Helfen und sich freuen - die schöne Seite des Fußballs

Düsseldorf. Vieles ist wie bei einem ganz alltäglichen Fußballspiel, doch die Anweisungen von der Seitenlinie kommen häufiger. Aus gutem Grund, denn auf der Kleinen Kampfbahn der Esprit-Arena spielen Mannschaften um den 1. Fortuna-Cup für Menschen mit geistiger Behinderung. 18 Teams aus ganz Nordrhein-Westfalen unterteilt in Gruppen mit Schulmannschaften und Teams der Werkstätten kämpfen um den Turniersieg.

Mit großer Freude und dennoch mit großem Ernst gehen Mädchen und Jungen im Alter zwischen zwölf und 21 Jahren zu Werke. Beim Kampf um den Ball unterläuft auch schon mal ein Foul. Doch Wolfgang Schlüter, Schiedsrichter aus dem Kreis Essen, der seit zehn Jahren ehrenamtlich die Spiele der Special Olympics leitet, weiß das richtig einzuordnen: "Hier hat es noch nie unsportliche Situationen gegeben. Jeder freut sich hier mit dem anderen und gefoult wird so gut wie gar nicht." Damit liegt der erfahrene Kreisliga Schiedsrichter durchaus richtig. Sobald ein Spieler verletzt am Boden liegt oder eine klare Torchance nicht nutzt, wird er nicht nur vom eigenen, sondern sogar vom gegnerischen Team wieder aufgebaut und angefeuert. " Das ist das was die Special Olympics und den Fortuna Cup ausmachen", sagt Michael Pallasch. Der Leiter der Abteilung Fußball der Special Olympics, der seit 20 Jahren in dem Bereich aktiv ist, ist sehr erfreut über die große Zahl der teilnehmenden Mannschaften bei der Premiere des Fortuna-Cups.

Zur Halbzeit des Turniers besuchen auch einige Spieler der Fortuna das Turnier. Die Mädchen und Jungen waren erfreut und machten gleich einige Erinnerungsfotos. Dass den Fortunen jedoch kein Satz zum Turnier über die Lippen kommt, ist wenig professionell.

Am Abend stehen dann auch die Sieger fest. Doch viel wichtiger ist, dass alle viel Spaß bei diesem Turnier hatten.

(JS)
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