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Lokalsport
Herzschlagfinale am Uhlenhof

Lokalsport: Herzschlagfinale am Uhlenhof
Peter Dieckmann von Rheingemeinde Monheim belegte auf dem Schimmel Lyon den zweiten Platz in der Siegerrunde. FOTO: DIetrich Janicki
Düsseldorf. In der von der Rheinischen Post präsentierten S**-Prüfung bei den Düsseldorfer Reitertagen setzt sich Marc Boes knapp durch. Von Bettina Salerno

Regionalsport ist spannender als (fast) jedes EM-Spiel. Unter 29 Teilnehmern lieferten sich Peter Dieckmann und Marc Boes ein Kopf-an-Kopf-Rennen im S** Springen der Düsseldorfer Reitertage am Erkrather Uhelnhof. Mit einer Nasenlänge Vorsprung ging Boes auf "Chuck Berry" als Sieger aus dem Stechen und konnte die von der Rheinischen Post gesponserte Prüfung für sich entscheiden.

Sieben Reiter konnten sich für die Siegerrunde des Bernhard Weber-Gedächtnispreises qualifizieren, wobei sechs von ihnen einen tadellosen Null-Fehler-Ritt hinlegten. Die Teilnehmer für die Siegerrunde waren Peter Dieckmann mit Lyon, Marc Boes mit Chuck Berry, Lukas Willemsen-Himmels mit Cadans, Gilbert Tillmann mit Hadjid und AB 19 Mahabone, Julius Losch mit Con Corrado und Hubertus Dieckmann mit Cassiona GL. Als Peter Dieckmann vom RFV Rheingemeinde Monheim zum Stechen einritt, konnte man einen Hufnagel im Gras fallen hören. Schon in der Vorrunde lieferte er eine abenteuerliche Zeit von 75,6 Sekunden und führte. Nur der Belgier Boes mit "Chuck Berry" nahm ihm in der Vorrunde die Show und war mit 72,3 noch schneller als Dieckmann.

Peter Dieckmann gibt also Gas im Stechen, reitet mit seinem Schimmel kleine Wendungen, kurze Wege und taxiert präzise. Ein Null-Fehler-Ritt in 34,9 Sekunden. Die Messlatte für Marc Boes war hoch. Bei jedem Sprung übers Hindernis hielten die Zuschauer den Atem an. Einige ritten auf der Bank sitzend förmlich über jeden Sprung mit, saßen gedanklich hinter dem Reiter im Sattel und fieberten dem nächsten Hindernis entgegen. Er schaffte mit seinem Chuck Berry das Unmögliche und unterbot die Zeit von Peter Dieckmann. Quasi stehend im Sattel und mit enormer Geschwindigkeit steuerte er seinen Braunen über jedes Hindernis. Die Zeit: 33,9 Sekunden! Der Sieger freute sich, die Zuschauer jubelten und angespornt vom Jubel-Trubel gab Chuck noch mehr Gas.

Der Ablauf des S** Springens: Genannt hatten 53 Reiter. An den Start gegangen sind schließlich 29 Reiter mit ihren Pferden. Aus der Vorrunde des Springens qualifizieren sich die Reiter mit Null Fehlern und die schnellsten Ritte mit einem Abwurf oder einer Verweigerung. Hier war es Hubertus Dieckmann mit Cassiona GL. In der Siegerrunde muss ordentlich Gas gegeben werden und möglichst ohne Abwurf. Null Fehler in einer Top-Zeit ist das Ziel. Die Bodenverhältnisse im Parcours waren trotz des zwischenzeitlichen Regengusses gut. Der kleine Wolkenbruch vor dem m Springen übernahm schlicht die natürliche Befeuchtung des Bodens. Und das war eine kleine Arbeitserleichterung für Hans-Willi Weber.

Denn der Turnierleiter hatte reichlich zu tun. Bei schlechten Bodenverhältnissen können an den Hufeisen der Pferde kleine "Spikes" oder "Stollen" eingeschraubt werden, damit sie besser am Boden haften. "Waren aber nicht nötig, der Boden im Parcours ist trotz regen super", sagt Volker Höltgen aus Monheim, der ebenfalls mit Ehefrau Petra am Start war.

Quelle: RP
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