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Holger Sturm schiebt dem DSC 99 die Favoritenrolle zu

Lokalsport: Holger Sturm schiebt dem DSC 99 die Favoritenrolle zu
Holger Sturm FOTO: falk janning
Düsseldorf. Der Trainer des Fußball-Landesligisten TV Kalkum-Wittlaer wäre bereits über einen Punkt froh. Benrath empfängt indes Rath. Von Dennis Hamrun und Marvin Wibbeke

DSC 99 - TV Kalkum Wittlaer. Vor dem morgigen Düsseldorfer Lokalderby (15 Uhr, Windscheidstraße) scheinen die Rollen im Grunde klar verteilt. Allein die Tabellensituation, der DSC belegt mit 19 Punkten Tabellenplatz vier, der TVKW ist mit neun Zählern Vierzehnter, spiegelt die Machtverhältnisse wider.

Auch TVKW-Coach Holger Sturm schiebt im Vorfeld der Begegnung die Favoritenrolle nach Düsseltal rüber. "Der DSC 99 gehört für mich ganz klar zu den besten drei Teams in der Landesliga und ist gegen uns der haushohe Favorit", stellt er klar. "Gegen einen so starken Gegner ist eigentlich schon ein Punktgewinn als Erfolg zu werten." Vor allem DSC-Torjäger Shun Terada (elf Tore) bereitet Sturm einiges Kopfzerbrechen. "Die vielen Tore von Terada sprechen eigentlich für sich. Ich denke, es wird sehr wichtig sein, ihn aus dem Spiel zu nehmen, wenn wir Erfolg haben wollen", sagt er. Sturm wird demnach großen Wert auf eine disziplinierte und hochkonzentrierte Defensivarbeit legen. Auf Fabien Harrer und Julian Platte wird er dabei allerdings verzichten müssen. Von Vorteil könnte immerhin sein, dass Sturm viele Spieler des Gegners bereits kennt: Toni Matic, Pascal und Maurice Ryboth, Kevin Joao Lobato und Roman Nahimi waren allesamt einmal am Grenzweg aktiv.

Auf der Gegenseite ist man indes durchaus bereit, die Favoritenrolle anzunehmen. DSC-Coach Sebastian Saufhaus betont daher auch, das ein zweiter Derby-Sieg nach dem Erfolg über den Rather SV (4:1) das Ziel sei. Dennoch hat der 34-Jährige auch gehörigen Respekt vor dem Gegner. "Kalkum-Wittlaer hat nicht umsonst neun Punkte auf dem Konto", sagt er. "Letztlich können wir uns von der Favoritenrolle nichts kaufen.Wir müssen ihr erst einmal im Spiel gerecht werden". Motivationstechnisch dürfte es Saufhaus dabei allerdings einfach haben. "Viele meiner Spieler habe eine Vergangenheit beim TVKW und sind hochmotiviert, gegen ihren alten Verein ein gutes Spiel zu machen".

VfL Benrath - Rather SV. Ebenfalls morgen (15 Uhr) treffen der VfL und der RSV an der Karl-Hohmann-Straße aufeinander. Die beiden Kontrahenten trennen in der Tabelle lediglich drei Zähler, doch die Vorzeichen sprechen für die Hausherren. Während die Benrather am vergangenen Spieltag wieder einen Sieg einfahren konnte, warten die Rather seit nunmehr fünf Ligaspielen auf ein Erfolgserlebnis.

VfL-Trainer Frank Stoffels erwartet dennoch eine enge Partie. "So ein Düsseldorfer Derby ist immer etwas Besonderes, schließlich kennen sich die Spieler teilweise auch untereinander. Das wird ein sehr umkämpftes Spiel werden", prognostiziert er. Auch weil beide Teams so nah beieinander stehen, geht Stoffels von einer richtungsweisenden Begegnung aus. Die zuletzt angespannte Personalsituation hat sich bei den Benrathern etwas entspannt. So kehren Patrick Breidohr, Martin Sosnik und Marius Lippa ins Team zurück. Verzichten muss Stoffels hingegen auf Witali Semenschuk, der erneut aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht.

RSV-Coach Christian Schmitz musste mit seinem Team unter der Woche noch im Kreispokal antreten. Beim A-Ligisten Tusa hoffte er darauf, dass sein Team dort Selbstvertrauen tankt - es gelang, die Partie wurde mit 3:0 gewonnen. Dem kommenden Ligagegner zollt er indes großen Respekt. "Die junge Mannschaft spielt bisher eine tolle Runde, es geht immer knapp zur Sache", lobt er. Besonders warnt Schmitz vor Benraths Goalgetter Sascha Willms: "Er hat derzeit einen Riesenlauf."

Für seine Elf wird es darum gehen, sich wieder auf die Grundtugenden des Fußballs zu besinnen. "Die Jungs waren beim letzten Spiel mit den Köpfen immer noch beim Pokalspiel gegen den MSV Duisburg. Da müssen wir jetzt schnellstmöglich von wegkommen", sagt Schmitz. Grundvoraussetzungen für einen Punktgewinn seien, dass die taktischen Vorgaben eingehalten werden. "Wenn uns das gelingt, bin ich guter Dinge, dass wir auch einen dreckigen Punkt mitnehmen können", stellt der Trainer klar.

Quelle: RP
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