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Lokalsport
Hoven gewinnt bei Kreismeisterschaften vier Titel

Düsseldorf. Sie ist dort die erfolgreichste Athletin. Dederichs knackt den Nordrhein-Rekord. Defektes Zeitmessgerät sorgt für Ärger. Von Christoph Zabkar

Bei den Kreismeisterschaften der Leichtathletik U16 in Düsseldorf kam es zu unverhofften Komplikationen. Weil das elektronische Zeitmessgerät einen Kurzschluss erlitt, musste der Veranstalter ART kurzfristig umplanen. Rund eine Stunde dauerte es, bis letztlich sechs Kampfrichter gefunden wurden, die mit der alt bewährten Stoppuhr eine Durchführung des Wettkampfes ermöglichten. Zusätzlich wurden einige Rennen sogar von Videokameras begleitet, um ein genaueres Ergebnis zu ermitteln. "Wir waren auf diese Notlösung angewiesen. Ein Abbruch der Titelkämpfe wäre nicht in Frage gekommen. Künftig halten wir noch eine zweite Ersatz-Zeitmess-Anlage vor", kündigte der Kreis-Leichtathletik-Chef Jochen Grundmann an.

Das kleine Malheur hielt die 262 Leichtathleten aber nicht davon ab, die Titeljagd aufzunehmen. Für eine echte Top-Leistung sorgte dabei die 4 x 200 Meter Staffel des ART. In der Formation Annkathrin Hoven, Helena Peters, Daniela Kreft und Kaja Bins liefen die Düsseldorferinnen die zweitschnellste Zeit in Deutschland (1:44,60 Minuten). Dieses Ergebnis wurde in diesem Jahr bisher nur von dem Quartett aus Magdeburg getoppt (1:43,18). Mit drei weiteren Titeln im 60 Meter-Lauf (7,6 Sekunden), Weitsprung (5,74 Meter) und Kugelstoßen (11,80 Meter) war Hoven die erfolgreichste Titelsammlerin. Dem Siegeszug schloss sich ART-Kollegin Bins im 60 Meter-Hürdensprint (8,8 Sekunden) und Hochsprung (1,60 Meter) aber umgehend an.

Überflieger bei den Jungen war Jaron Boateng. Das ASC-Talent gewann nicht nur im Hürdensprint (60 Meter in 8,5 Sekunden) und Weitsprung (5,82 Meter), sondern führte auch das 4 x 200-Meter-Quartett des ASC/TV Angermund zum Sieg. Gemeinsam mit Jonas Morales, Luca Hammen und Emil Vogel dominierte die Staffelgemeinschaft mit einer Endzeit von 1:45,70 Minuten. Schlussläufer Emil Vogel konnte bei den 14-Jährigen weiterhin den Hürdensprint für sich entscheiden. Der Angermunder kam nach 60 Metern in 9,3 Sekunden durchs Ziel.

Indes nutzte Lea Dederichs die Veranstaltung, um im Rahmenprogramm einen neuen Nordrhein-Rekord im 3000 Meter-Bahngehen aufzustellen (13:45,20 Minuten). Der Auftritt sollte als Geburtstagsgeschenk für ihre Erfolgstrainerin Aina Mikrikow-Warnt gelten und behält trotz der defekten Zeitmessung seine Gültigkeit. Demnach werden im Gehen handgestoppte Leistungen ab 1,5 Kilometern akzeptiert. Entsprechend hielt der Wettbewerb noch einige tolle Überraschungen bereit. Sport kompakt

Quelle: RP
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