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Handball
HSG holpert durch die Liga

Auch im Nachbarschaftstreffen mit dem TV Korschenbroich lief's beim Handball-Zweitligisten nicht rund. Der mühsam erkämpfte 29:25-Sieg gegen den Tabellenletzten taugt nicht als Befreiungsschlag. Von Bernd Jolitz

Die HSG kann ihr sportliches Tief weiterhin nicht verleugnen. Obwohl der TV Korschenbroich den Düsseldorfer Handball-Zweitligisten lange Zeit mit einer allzu braven und zurückhaltenden Vorstellung zum Frustabbau eingeladen hatte, stolperte die Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko in der schwachen zweiten Hälfte noch einmal in große Probleme. Wenigstens nutzte sie am Ende ihre Chance, gewann schließlich mit 29:25 (18:8).

Endlich einmal gab's wieder Stimmung im Burg-Wächter Castello. Die 852 Zuschauer machten von Beginn an einen Lärm, den man in Ligaspielen der HSG schon lange nicht mehr gewohnt war. Hauptverantwortlich dafür war freilich der Anhang der Gäste, der sich vom frühen klaren Rückstand nicht entmutigen ließ und die Düsseldorfer Fans mit Stimmen und Trommeln kräftig herausforderte.

Sportlich aber ließ die HSG zunächst keine Zweifel daran aufkommen, wer Chef im Reisholzer Ring war. Drei Treffer von Jens Sieberger und einer von Frantisek Sulc stellten das Resultat schon nach vier Minuten auf 4:1, und fortan blieben die Blau-Gelben in der Erfolgsspur. Sie hatten dabei einen Rückhalt, der diese Bezeichnung vollauf verdiente: Matthias Puhle, den Sviridenko etwas überraschend vom Anpfiff weg anstelle von Almantas Savonis im Tor aufgeboten hatte, parierte vor der Pause einfach glänzend. Seine größte Tat vollbrachte er in der 15. Minute, als er in spektakulärer Manier zunächst einen Heber von Matthias Deppisch (im Rückwärtsfallen) und dann auch noch den Nachwurf von Jörn Ilper abwehrte - im Liegen.

Das inspirierte Puhles Teamkameraden in gleichem Maße, wie es Korschenbroich den Zahn zog. Kontinuierlich bauten die Düsseldorfer ihren Vorsprung aus, über 12:4 und 15:6 bis hin zum 18:7 kurz vor der Pause. Und es hätten sogar noch mehr Treffer Differenz sein können, wenn sie ihre Chancen von der Sieben-Meter-Markierung besser genutzt hätten - Frank Berblinger vergab in Hälfte eins zwei Strafwürfe, Sulc einen.

Nach dem Wechsel ließen die Gastgeber dann die Konsequenz der ersten 30 Minuten vermissen, und die Strafe folgte auf dem Fuße. Die nun offensivere Korschenbroicher Deckung stellte Sulc und Co. vor die bekannten Probleme, und prompt hieß es - da nun auch Puhle kaum noch eine Hand an den Ball bekam - nur noch 22:18, später sogar 26:25 (58.). Der Mann der ersten Minuten rettete schließlich die HSG, Jens Sieberger mit seiner Energieleistung zum 27. Treffer. Das war's dann, aber ein Ruhmesblatt war dieser Sieg nicht - ein Befreiungsschlag schon gar nicht.

Quelle: RP
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