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Lokalsport
Hubbelrather Golfer verteidigen ihren Meistertitel

Düsseldorf. Die Mannschaft um Nicolai von Dellingshausen setzt sich beim Final-Four-Turnier durch und fährt nun zum Europapokal nach Kreta. Von Tino Hermanns

Golflehrer Roland Becker kann nichts dafür. Es ist ein verständlicher Automatismus. Immer wenn der Trainer der Herrenmannschaft des GC Hubbelrath an die Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft denkt, breitet sich ein zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht aus. Kein Wunder, gelang den Hubbelrathern doch als erstem Klub seit Einführung der Deutschen Golf Liga die Titelvereidigung.

"Ich habe darauf gehofft, aber nicht damit gerechnet", erläutert Becker. "Der Satz, den ich jetzt am meisten gehört habe, lautet: Das habe ich euch nicht zugetraut." Aber die überraschenden Meisterschaftserfolge sind eben auch umso schöner.

Die GCH-Damen hingegen schieben ein wenig Frust. Sie kamen beim Final Four nicht über Platz vier hinaus. Im Halbfinale waren die Hubbelratherinnen dem GC Am Reichswald aus Nürnberg mit 3,5:5,5 unterlegen, und im Spiel um Platz drei mussten sich die Düsseldorferinnen ebenfalls mit 3:5:5,5 dem G&LC Berlin-Wannsee beugen.

Die Herren des Klubs allerdings waren wie im vergangenen Jahr eine Klasse für sich. Wie spiel- und nervenstark sie auch bei der Mission Titelverteidigung waren, zeigte sich bereits im Halbfinale gegen den deutschen Meister 2014, den GC Mannheim-Viernheim. Das Becker-Team ließ sich auch durch teilweise deutliche Rückstände nicht nervös machen und agierte, als wenn es in Bestbesetzung angetreten wäre. Dabei fehlten in Nationalspieler Max Mehles, Stammspieler Tim Bombosch und Profi Max Kieffer im Vergleich zum Vorjahr drei wichtige Stützen.

Letztlich spielte das keine Rolle, denn nach dem 7,0:5,0 über die Mannheimer stand der Meister zum zweiten Mal in Folge im Finale. "Gegen Mannheim sah es lange Zeit nicht gut für uns aus. Doch am späten Nachmittag haben wir uns richtig gut zurückgekämpft und das Finale gegen den GC St. Leon-Rot erreicht", berichtet Becker.

Das letzte Meisterschaftsspiel der DGL-Saison 2016 entwickelte sich dann, als wäre es eine Blaupause der Vorschlussrunde. "Da stand es zwischendurch mal 4:8 gegen uns, dann 7,5:4,5 für uns und dann wieder 4,5:7,5 gegen uns. Das war ziemlich krass", resümiert der GCH-Coach. Doch plötzlich ging alles schnell, denn die Düsseldorfer hatten ihre Gegner im Griff. Nach zehn von zwölf Partien hatte der GCH die zum Titelgewinn notwendigen 6,5 Punkte erspielt und schenkte die beiden anderen Begegnungen ab.

Für Hubbelrather Verhältnisse war es ein entspannter Triumph, hatte man die Meisterschaften 2013 und 2015 doch erst im Stechen errungen. "Den Titel verteidigen zu können, ist jedenfalls ein großartiges Gefühl", sagt der Trainer zufrieden lächelnd. "Unser Teamgeist sorgt dafür, dass wir erfolgreicher sind, als man es von uns erwartet." Für den Meister die die Saison noch nicht vorbei, denn Mitte Oktober geht es für Becker und sein Team zum Europapokal der Landesmeister nach Kreta.

Quelle: RP
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