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Heinz Schneider
"Ich halte am Trainer fest"

Düsseldorf. Gut ein Drittel der Saisonspiele in der Fußball-Oberliga sind absolviert, und es nicht mehr zu übersehen, dass das Abschneiden der Turu zu den bislang größten Überraschungen gehört. Statt eine Rolle im oberen Tabellenabschnitt zu spielen, findet sich die Mannschaft von Trainer Frank Zilles derzeit auf Rang 13, nur zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, wieder. Unser Mitarbeiter Manfred Johann sprach mit Vereinschef Heinz Schneider über die aktuelle Situation.

Schon vor der Partie bei den Sportfreunden Baumberg (0:3) vergangene Woche zeichnete sich ab, dass die Saison für die Turu schwierig werden könnte. Aber wie das Spiel gezeigt hat, haben anscheinend nicht alle Spieler verstanden, wie ernst die Situation wirklich ist.

Schneider Darüber habe schon ich mit unserem Trainer gesprochen, und mich auch vor die Spieler gestellt und sehr eindringlich auf sie eingewirkt. Ich werde ab sofort ganz eng bei der Mannschaft sein, bin bereits bei den Trainingseinheiten dabei gewesen und fahre auch in Zukunft mit dem Mannschaftsbus zu den Auswärtsspielen.

Wie hat Trainer Zilles reagiert?

Schneider Es wird jetzt dreimal die Woche verschärft trainiert. Nur ein Beispiel: Nach dem ersten Training nach dem Baumberg-Spiel, das am Sonntag um neun Uhr stattfand, waren die Spieler so erschöpft, dass einigen schlecht wurde.

Was erwarten sie morgen (15 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Bocholt?

Schneider Für die Spieler ist es vielleicht ganz gut, dass mit Bocholt ein ganz starker Gegner auf sie wartet. Die Liste unserer verletzten und angeschlagenen Spieler ist mit Philip Lehnert, Robert Norf, Benjamin Schütz, Shkelzen Imeri, Nozumo Nonaka, Anil Ozan und Armin Pjetrovic lang. Doch das lasse ich nicht als Entschuldigung gelten. Ich habe das Team nach Spielende zum Essen eingeladen und gesagt, dass ich dann nur gutgelaunte Leute um mich haben möchte.

Die Frage muss kommen: Steht der Trainer zur Disposition?

Schneider Um es ganz klar zu sagen: Ich halte am Trainer, der acht Jahre lang gute Arbeit bei uns geleistet hat, fest. Er hat mir versichert, alles zu tun, um aus dieser bedrohlichen Lage zu kommen und klar gemacht, dass dies schon mehrfach gelungen sei. Andererseits kennt er genau wie ich die Gesetze im Sport. Aber davon, dass ich Konsequenzen ziehe, bin ich noch weit entfernt.

Quelle: RP
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