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Lokalsport
Im Sommer gibt es 14 Tage früher Eis

Düsseldorf. Der Deutsche Eishockey Bund richtet sein Future-Camp in Düsseldorf aus. Das verrät Oberbürgermeister Thomas Geisel bei "Sport.Stadt.Business. - Der Expertentalk". Rund 200 Gäste lauschen im ISS-Dome. Von Thomas Schulze

Manfred Kirschenstein, der Chef des ISS-Dome, hatte gemeinsam mit dem Team von Congress Sport & Event für eine stimmungsvolle Atmosphäre gesorgt. Dort, wo sonst die Kufenflitzer der DEG über das Eis rasen, saßen und standen die rund 200 Gäste aus den Bereichen Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie wurden von der Gesprächsrunde gleichermaßen informiert und unterhalten und hatten anschließend die Chance, sich miteinander auszutauschen.

Gut gelaunt präsentierte sich Erich Kühnhackl. Das inzwischen 65 Jahre alte Eishockey-Idol, Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 1976, hob prompt die Hand, als gefragt wurde, wer denn schon mal beim Eishockey gewesen sei. Er gab sich aber auch durchaus kritisch und machte sich für die Wiedereinführung von Auf- und Abstieg stark: "Das hätte ich schon vor zehn Jahren gemacht. Die Fans wollen es so."

Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL), machte ihm Hoffnung. In der übernächsten Saison soll es klappen, sofern die Zweitligisten über die notwendige Infrastruktur und Finanzkraft verfügen. Tripcke war aus mehreren Gründen gut gelaunt. Die DEL stehe glänzend da. Mit 107 Millionen Umsatz sei sie nach Fußball die klare Nummer zwei und habe soeben einen zukunftsweisenden Medienvertrag mit der Telekom geschlossen, die Sport1 ins Boot holt. So wird es jeden Sonntag ein Spiel im Free-TV geben, wobei die Spiele künftig nicht nur um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr, sondern auch um 19 Uhr beginnen werden.

Dass die deutsche Nationalmannschaft international (noch) keine führende Rolle spielt, liege an der mangelnden Nachwuchsförderung, sei aber auch in der Sportart selbst begründet, für die Eishallen benötigt werden. Düsseldorf steht mit dem ISS-Dome, der Brehmstraße und der Halle in Benrath gut da - zumindest bis 2019. "Aber vielleicht auch länger", sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel mutmachend. Dann will die Stadtsparkasse in Benrath aussteigen. Zuvor wird aber in diesem Sommer auf jeden Fall das Future-Camp U14 in Düsseldorf stattfinden. "Dafür machen wir zwei Wochen früher Eis", berichtete Geisel, der schon Eishockey-Fan wurde, "als die DEG ein Abo auf die rote Laterne hatte". Entsprechend erfreut ist er über die Entwicklung. So erreichte die DEG nicht nur zweimal in Folge die Play-offs, sondern mit 8000 Besuchern auch den besten Zuschauerschnitt der vergangenen 20 Jahre. "Jetzt muss sie die Chance nutzen, um das wirtschaftliche Fundament zu stärken", forderte Geisel. "Sie muss größere Sponsoren für ein mittelfristiges Engagement gewinnen, um Planungssicherheit zu haben."

Quelle: RP
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