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Jessie Maduka holt Gold und Silber

Lokalsport: Jessie Maduka holt Gold und Silber
FOTO: Wolfgang Birkenstock
Düsseldorf. Die ART-Athletin gewinnt in Jena im Weitsprung und wird mit der Sprint-Staffel Zweite. Von Christoph Zabkar

Wenn das "Um-die-Wette-Strahlen" bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathletik in Jena zu den offiziellen Disziplinen gehört hätte, wäre Jessie Maduka mit großer Wahrscheinlichkeit eine sichere Medaillenkandidatin gewesen. Die Düsseldorferin gewann nicht nur beim Weitsprung mit einer äußerst eindrucksvollen Vorstellung Gold, sondern kam auch im Sprint wieder richtig in Tritt. Als Schlussläuferin führte die 19-Jährige die ART-Staffel über 4x100 Meter zu Silber. Damit rundete Maduka ihren vollauf gelungenen Auftritt ab.

"Es war eine besondere Ehre, Jessie bei der Deutschen Meisterschaft zu coachen", sagte Erfolgstrainer Ralf Jaros nach dem Weitsprung-Wettbewerb. Immerhin hat sich Maduka dort kontinuierlich vom ersten (5,97 Meter) bis zum fünften Versuch (6,27 Meter) gesteigert. Letzterer sollte ihr sogleich den Titel vor Caroline Klein (LAZ Rhein-Sieg/6,15 Meter) und der EM-Zweiten Anna Bühler (Unterländer LG/6,15 Meter) besorgen.

Beim späteren Staffelrennen folgte bereits der nächste Coup, als der ART in der Kombination mit Elisabeth Kowalski, Leonie Hönekopp, Alina Kuß und eben Maduka die Silbermedaille gewann (46,68 Sekunden). Dabei lag das Quartett bis zum letzten Wechsel nur auf dem fünften Rang, ehe Maduka als Schlussläuferin das Zepter übernahm und den Turbo zündete. Letztlich blieb nur die Staffel aus Neubrandenburg (46,29 Sekunden) von Madukas Aufholjagd verschont. Zwar gab es für Madukas Dauerlächeln aufgrund der beiden Erfolge am Ende keine Medaille, dafür aber immerhin schöne Siegerfotos als Andenken.

Ein grandiosen Comeback zurück auf nationalem Boden feierte derweil auch Annina Brandenburg. Die junge Diskuswerferin, die zuletzt ihre Premiere bei einer U18-Weltmeisterschaft feierte, schnappte sich mit einer persönlichen Bestleistung von 47,96 Metern einen tollen zweiten Platz. Einzig die Kugelstoß-Weltmeisterin Julia Ritter (48,97 Meter) aus Oberaden (Bergkamen) konnte ihr Paroli bieten.

Aus Sicht des ART hätte Sean Roth beinahe noch eine weitere Medaille aus Thüringen mitgebracht. Der Stabhochspringer erreichte mit 4,50 Metern ein neues Level, musste sich am Ende dann aber doch noch mit dem vierten Rang zufrieden geben. Kurios: Bei einer Höhe von 4,30 Metern kam Roth zunächst nicht mit dem eigenen Sprunggerät zurecht, riss den zweiten Versuch klar und lieh sich anschließend einen Stab von der Konkurrenz aus Bremen, mit dem er die Hürde bravourös meisterte. Infolge dieser Zitterpartie waren die 4,40 Meter kein Problem und eben auch die Bestleistung möglich.

Quelle: RP
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