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Lokalsport
Junge Golfer gehen als Profis auf Tour

Düsseldorf. Chiara Mertens und Max Rottluff vom Golfclub Hubbelrath wollen den nächsten Schritt in ihrer Karriere angehen. Von Tino Hermanns

Chiara Mertens vom Golfclub Hubbelrath (GCH) ist gerade mal 18 Jahre alt und hat Ende März bereits ihr erste Preisgeld als Berufsgolferin eingestrichen. Okay, mit 296 Euro für Platz 46 bei den Terre Blanche Ladies Open in Frankreich war das noch nicht gerade üppig, aber der Scheck wird auf ewig Mertens' Einstand in das Berufsleben markieren. Die Hubbelratherin ist nämlich erst seit Jahresbeginn 2016 Profisportlerin. Ihr Klubkamerad Max Rottluff wird den Schritt ins Profi-Golferdasein noch im Frühjahr 2016 vollziehen. Wenn er seinen Bachelor-Abschluss an der Arizona State University in Händen hat, beginnt für den gebürtigen Düsseldorfer das Leben eines Playing Professionals.

Mertens ist die aktuell jüngste deutsche Profigolferin. Ihr Entschluss, mit Golf Geld zu verdienen, ist aber keine spontane Idee. "Ich wollte schon immer Profi werden, und meine Teilnahme an den British Open der Professionals 2015 hat mir gezeigt, dass ich mithalten kann", erklärt Mertens. Also spielte sie die sogenannte Qualifying School für die Ladies European Tour (LET) und erarbeitete sich die LET-Kategorie 9b. Die erlaubt ihr, ungefähr 50 Prozent der LET-Turniere zu spielen. Außerdem spielt die Nationalspielerin noch die 15 Turniere der LET Access Series (LETAS) und will dort am Saisonende mindestens Fünfte des Rankings sein, weil die Top fünf für die Saison 2017 die volle Spielberechtigung auf der LET erhalten. "Wenn ich hart genug arbeite, schaffe ich das", versichert die amtierende internationale dänische Meisterin.

Rottluff ist zwar noch Amateur, hat aber bereits den ersten Schritt im Profidasein gemeistert. Bei der Qualifying School zur Canadian Tour hat der Hubbelrather Platz 19 erspielt und sich damit die Karte für die Saison 2016 geholt. "Ich kann es kaum noch erwarten, demnächst meinen Bachelor zu haben. Die nächsten Wochen werden nun aber umso süßer, weil ich einen Plan habe und weiß, was mich in naher Zukunft erwartet", erklärt "Rotti". Sein Weg ins ganz große Golf ist noch weit. Jenseits des großen Teichs ist die Canadian Tour die dritte Ebene der Profigolfer. Darüber gibt es die web.com-Tour und als Top-Liga die US PGA-Tour. Die Top fünf der Canadian Tour erhalten die Spielberechtigung für die Web.Com-Tour für das Folgejahr. "Ich werde aller Voraussicht nach die ersten beiden Turniere auf Grund der College Nationals verpassen, aber zum dritten Turnier steige ich dann ein", sagt die aktuelle Nummer 28 der Amateur-Weltrangliste. Das ist das GolfBC Championship (9. bis 12. Juni). Und dann beginnt seine professionelle Aufholjagd auf die fünf Führenden der Canadian Tour.

Quelle: RP
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