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Källberg ist Borussias Trumpf

Lokalsport: Källberg ist Borussias Trumpf
Anton Källberg bei seiner außergewöhnlichen Aufschlagbewegung. Der junge Schwede holte gestern Borussias entscheidende Punkte. FOTO: horstmüller
Düsseldorf. Der 3:2-Sieg des Tischtennis-Rekordmeisters beim TTC Bergneustadt geht vor allem auf das Konto des schwedischen Nachwuchsmannes. Während Kristian Karlsson zweimal verliert, gewinnt Stefan Fegerl sein Match kampflos. Von Tino Hermanns

Schon bevor es richtig losging, hatte Borussia in der Partie der Tischtennis-Bundesliga beim TTC Schwalbe Bergneustadt einen gewichtigen Vorteil. TTC-Akteur Steffen Mengel meldete sich am Mittag krank ab und war zum Spielbeginn um 15 Uhr folglich nicht in der Schwalbe-Arena in Gummersbach. So kurzfristig konnten die Oberbergischen keinen Ersatz auftreiben und traten nur mit Alvaro Robles (Weltrangliste/WR 66) und Eigengewächs Benedikt Duda (WR 46) an - für die Düsseldorfer fast schon die halbe Miete zu ihrem späteren 3:2-Sieg.

"Auf die Dinge in Bergneustadt haben wir keinen Einfluss. Wir müssen es nehmen, wie es kommt", kommentierte Borussias Cheftrainer Danny Heister. Seine Jungs hatten dennoch jede Menge Arbeit, die TTC-Rumpftruppe zu bezwingen. "Ich bin froh, die zwei Punkte mitnehmen zu können. Solche Spiele sind immer schwierig", meinte Heister.

Diesmal avancierte Anton Källberg (WR 108) zum Matchwinner: Der junge Schwede bezwang sowohl Robles als auch Duda. Zum Auftakt gegen Robles hatte Borussias Youngster einige Probleme und konnte sich erst im fünften Durchgang durchsetzen, in dem er bereits mit 1:4 zurücklag. Eine Auszeit brachte ihn aber rechtzeitig in die Erfolgsspur zurück. Gegen Duda wiederholte Källberg seinen 3:1-Satzerfolg aus dem Hinspiel und verbesserte seine persönliche TTBL-Bilanz auf 10:2 Siege.

"Anton hat taktisch wieder sehr stark gespielt", lobte Heister. Und gekämpft hat Källberg obendrein. Er versuchte sogar, mit einem Hechtsprung einen in die tiefe Rückhand gespielten Ball zu erreichen. Das ging zwar schief, aber die dankbare Umarmung von Teamkamerad Kristian Karlsson (WR 27) war ihm nach seinem zweiten Sieg dennoch sicher.

Karlsson konnte diesmal nichts zum Düsseldorfer Gesamtsieg beisteuern, denn er unterlag gegen beide Bergneustädter. Er versuchte zwar alles, aber nichts lief zusammen. Besonders bei der klaren Niederlage gegen Duda erwischte Karlsson eine rabenschwarze halbe Stunde. "Kristian kam mit den Bedingungen nicht klar", analysierte Heister. "Sein Timing stimmte einfach nicht." Das Spiel über dem Tisch, also die gefühlvoll kurz gespielten Bälle, funktionierte überhaupt nicht. "Kristian hatte Probleme mit den Bällen. Er konnte gar nichts machen", sagte Heister.

Weil das dritte Match, das der auf der Bank sitzende Stefan Fegerl (WR 41) kampflos gewann, nicht gespielt wurde, musste Karlsson bereits nach einer Viertelstunde wieder ran. Gegen Robles lief es zwar besser, doch viele hilfesuchende Blicke zum Trainer zeigten, dass das Selbstvertrauen verschwunden war. Der 26-Jährige nahm nach verlorenem ersten Satz zwar das Heft in die Hand, führte mit 2:1 Sätzen, doch durchziehen konnte Karlsson nicht. Zum Glück für die Gäste wusste Källberg, wie man gegen Duda und Robles gewinnt. Mit dem neunten Sieg im zehnten Ligaspiel verteidigte Borussia die Tabellenspitze.

Quelle: RP
 
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