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Kalkum bietet Meerbusch lange die Stirn

Lokalsport: Kalkum bietet Meerbusch lange die Stirn
Matias Rodriguez und Pascal Grambow (von links) im Duell mit Meerbuschs Aleksandar Pranjes (Mitte). FOTO: falk jannung
Düsseldorf. Fußball-Oberligist TV Kalkum-Wittlaer verlangt dem TSV Meerbusch viel ab, verliert aber am Ende 2:3. Während der SC-West-Kapitän Christoph Zilgens seinen Verein auf die Siegerstraße führt, unterliegt Turu dem SC Kapellen 0:1. Von Manfred Johann und Christoph Zabkar

Wie so oft in dieser Oberliga-Saison verließen die Fußballer des TV Kalkum-Wittlaer das Spielfeld mit gemischten Gefühlen. Zum einen begleitete die Düsseldorfer das positive Gefühl, dem starken TSV Meerbusch ein heißes Tänzchen geboten zu haben, auf der anderen Seite blieb der Kampf aber unbelohnt. Mit 2:3 ging die Partie verloren.

Dabei stand das Ergebnis vor allem noch in der Schlussminute auf der Kippe. Zu jenem Zeitpunkt stürmte TVKW-Angreifer Merveil Tekadiomona auf das Tor der Meerbuscher zu und wurde von TSV-Keeper David Platen von den Beinen geholt. "Glasklarer geht es nicht", urteilte Düsseldorfs Trainer Giuseppe Montalto. "Selbst der Gegner meinte, es hätte Strafstoß geben müssen" - doch der Pfiff blieb aus. Darüber wollte sich der Italiener gar nicht lange ärgern, denn mit kniffligen Entscheidungen musste er sich in dieser Saison schon zu häufig auseinandersetzen.

Fakt ist jedoch auch, dass die Düsseldorfer die Anfangsphase komplett verschlafen hatten und somit dem 22-Tore-Trio Aleksandar Pranjes (9 Tore), Kevin Dauser (7) und Dennis Schmidt (6) zu viel Spielraum gewährten. Nachdem Pranjes und Dauser dann auch für eine schnelle 2:0-Führung gesorgt hatten, schraubte der TSV einen Gang zurück. Ein fast folgenschwerer Fehler. Mit den richtigen Worten zur Pause blies der TVKW zum Angriff. Binnen drei Minuten sorgten Pascal Ryboth und Aziz Afkir für den Ausgleich, ehe Schmidt den Ball zum 3:2 im Kalkumer Tor versenkte (71.). Der offene Schlagabtausch währte bis zum Ende - mit dem besseren für den TSV Meerbusch.

Turu - SC Kapellen-Erft 0:1. Wenig Erwärmendes wurde den Zuschauern der Partie zwischen Turu und dem SC Kapellen geboten. Am Ende hatten die Gäste von der Erft einen nicht unverdienten 1:0-Erfolg zu Buche stehen. Für die Anhänger der Turu war nicht nur der Spielausgang, sondern auch die Leistung ihres Teams enttäuschend.

Trainer Frank Zilles musste mit einem stark ersatzgeschwächten Team antreten. Nur drei Feldspieler hatten auf der Auswechselbank der Oberbilker Platz genommen. In der ersten halben Stunde waren Torraumszenen völlige Mangelware. Erst in den letzten Minuten vor der Halbzeit tat sich etwas mehr vor den beiden Toren, ohne aber zu Treffern zu führen.

Die erste wirklich sehenswerte Aktion der Partie sollte auch gleich die spielentscheidende werden. Ex-Profi Robert Wilschrey hatte mit einem weiten Schlag auf der rechten Angriffsseite der Gäste seinen Mitspieler Andrej Hildenberg auf die Reise geschickt. Der überlief seinen Gegenspieler und sah den mitlaufenden Keisuke Ota. Seinen Flankenwechsel verwandelte Ota, der auch schon im Hinspiel gegen Turu getroffen hatte, mit einer Direktabnahme unhaltbar für Torhüter Björn Nowicki (58.).

Auch in der Folge fanden die schwachen Offensivspieler der Turu kein Mittel, um Kapellens Torhüter Christopher Möllering in große Schwierigkeiten zu bringen. Ein Flachschuss des eingewechselten Markus Rychlik aus 16 Metern knapp neben den rechten Torpfosten war da schon die Ausnahme. Einen, allerdings negativen, Höhepunkt gab es dann doch noch. Linksverteidiger Maximilian Nadidai leistete sich ein böses Foul gegen Shota Arai (78.) und sah dafür zurecht die Rote Karte. Mit einem Spieler weniger waren die eh nur geringen Chancen der Düsseldorfer dann endgültig dahin.

SC West - RW Oberhausen II 3:1. Nach dem Sieg gegen Oberhausen II kehrte im Düsseldorfer Westen die Weihnachtsstimmung ein. So saßen Spieler und Trainer gemütlich im Klubhaus beisammen und bekamen dort vom Verein zum Jahresabschluss ein Essen spendiert.

Das Festmahl hatten sich die Düsseldorfer schon frühzeitig verdient. Und wer den West-Platz zu spät erreichte, hatte vermutlich schon das Beste verpasst. Bereits nach 49 handgestoppten Sekunden erzielte Fabian Stutz das 1:0 für die Hausherren. Für Mike Terranova, der zu Beginn der Woche das Traineramt beim Tabellenletzten aus Oberhausen übernahm, hätte der Einstand damit wohl nicht unglücklicher verlaufen können. Dies sollte sich auch in der Folgezeit nicht ändern.

Zwar keimte bei den "Kleeblättern" durch den Ausgleichstreffer von Boran Sezen (6.) schnell wieder Hoffnung auf - allerdings nur für zwei Minuten. Wie schon beim 1:0 brachte ein starker Diagonalpass von SCW-Kapitän Christoph Zilgens die RWO-Defensive ein weiteres Mal in Bredouille. Diesmal war es allerdings Dennis Ordelheide, der seine Gegenspieler wie die Schokolade im Adventskalender vernaschte und sein Dribbling anschließend mit dem 2:1 vollendete.

Für die Entscheidung sorgte Zilgens dann sogar selbst. Bis auf einen Pfostentreffer von Ordelheide stellte der SCW daraufhin seine Offensivbemühungen aber größtenteils ein, während die Gäste zwar viel versuchten, aber vor dem SCW-Gehäuse inkonsequent blieben. Bei der besten Möglichkeit von Sezen kratzte Marvin Commodore den Ball von der Linie. Mit dem "immens wichtigen Sieg" (Trainer Marcus John) im Gepäck überwintert der Aufsteiger auf Platz neun der Tabelle.

Quelle: RP
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