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Lokalsport
Kalkum-Wittlaer dreht das Derby

Düsseldorf. In der Fußball-Oberliga verschenkt Favorit Turu nach der Pause eine 2:0-Führung gegen das Schlusslicht aus dem Stadtnorden. Mit zwei verwandelten Elfmetern wird TVKW-Torhüter Kai Gröger beim 2:2 zum Helden. Von Manfred Johann

Der TV Kalkum-Wittlaer beweist trotz des nahezu feststehenden Abstiegs aus der Fußball-Oberliga große Moral. Im Stadtderby der Fußball-Oberliga bei der Turu egalisierte der Neuling nach der Pause dank eines Elfmeter-Doppelpacks von Torhüter Kai Gröger einen 0:2-Rückstand und erkämpfte sich mit dem 2:2 einen Punkt. Die Oberbilker verloren damit im Kampf um den zweiten Tabellenplatz an Boden.

Kalkum-Wittlaer erarbeitete sich die erste Torchance der Begegnung, doch David Müllers Drehschuss fand nicht den Weg ins von Jonas Agen gehütete Turu-Tor. Je länger die Partie andauerte, desto mehr schien sich die spielerische Überlegenheit der Oberbilker durchzusetzen. In der 22. Minute wurde das dann auch im Ergebnis deutlich: Patrick Dertwinkel schlug einen Eckball von links in den Strafraum, Samuel Limbasan legte per Direktabnahme geschickt zurück, und Shkelzan Imeri verwandelte humorlos zum 1:0 für Turu.

Der Widerstand der Truppe von Trainer Giuseppe Montalto schien damit bereits gebrochen. Der TVKW konnte sich kaum noch befreien und sah sich ständigen Angriffen Turus gegenüber. Zehn Minuten nach dem Führungstreffer legte der Führungstreffer unter gütiger Mithilfe der Gästeabwehr nach. Limbasan sprintete in einen zu kurz geratenen Rückpass Markus Zimmermanns, umspielte Torhüter Kai Gröger und schob zum 2:0 ein. Saban Ferati wäre beinahe noch vor der Pause das 3:0 geglückt, doch sein Schuss landete an der Latte.

Alles schien seinen erwarteten Lauf zu nehmen, doch mit einer umstrittenen Szene in der 51. Minute änderte sich alles. Turus Armin Pjetrovic bekam den Ball aus kürzester Distanz an die Hand - der Strafstoßpfiff war eine äußerst harte Entscheidung. Gröger verwandelte ebenso eiskalt wie eine Viertelstunde später, als der Strafstoß nach einem klaren Foul von Markus Wolf am eingewechselten Merveil Tekadiomona allerdings eindeutig berechtigt war. Tekadiomona gehörte nach dem Wechsel zu den stärksten Akteuren, ebenso wie beide Torhüter, die zahlreiche weitere Chancen zunichte machten. Mit dem Schlusspfiff hätte Turu fast noch gewonnen, doch Limbasan traf aus zwölf Metern nur die Querstange.

Quelle: RP
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