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Lokalsport
Kalkum-Wittlaers Trainer Montalto lobt "Supertyp" Matic

Düsseldorf. Die hoch gesteckten Haare von Toni Matic erinnern ein wenig an einen Samurai. Und irgendwie passt dieser Vergleich, wenn man bedenkt, dass der groß gewachsene Innenverteidiger vom Fußball-Oberligisten TV Kalkum-Wittlaer das eigene Tor mit aller Kraft verteidigen will. Doch trotz seiner Zweikampfstärke schiebt der Zugang die Rolle des Samurais eher seinem Defensivpartner Markus Zimmermann zu. "Eigentlich müsste Zimmi meine Frisur tragen, weil er der Brecher von uns beiden ist", scherzt Maric. "Ich sehe meine Stärke mehr im Aufbauspiel." Von Christoph Zabkar

Wegen dieser Qualität hat Trainer Giuseppe Montalto den 26-Jährigen auch zum TVKW gelotst. "Ich bin von ihm überzeugt. Er ist ein Supertyp", konstatiert der Italiener. Mit ihm will Montalto auch das neue Gesicht des Aufsteigers prägen. Einen veränderten TVKW hat indes auch Matic im Sinn: "Man kennt den Verein vor allem wegen seiner defensiven Ausrichtung. Ich mag es allerdings nicht, wenn man nur mit langen Bällen agiert. Fußball soll Spaß machen, und wir wollen den Zuschauern auch spielerisch etwas bieten", sagt er. Vor allem sei Kalkum-Wittlaer nicht wie jeder andere Verein und strahle mit seiner familiären Art eine besondere Herzlichkeit aus.

Entsprechend möchte er dem Publikum auch etwas zurückgeben. Den ersten Zähler gab es dabei schon am Wochenende in der Partie gegen Ratingen 04/19. Im Großen und Ganzen war Matic mit dem Punktgewinn zufrieden, auch wenn ihm die nötige Zielstrebigkeit in den Offensivaktionen noch gefehlt hatte. "Bei manchen Spielern vermisse ich die breite Brust. Aus irgendwelchen Gründen sind wir mitten im Spiel mental eingebrochen - an diesem Bereich müssen wir arbeiten. Das Potenzial zum Klassenerhalt hat die Mannschaft allemal."

Am Sonntag erhält der TVKW die nächste Chance, sich vor dem eigenen Publikum zu profilieren. Um 15.30 Uhr empfangen die Düsseldorfer am Grenzweg den VfB Hilden. Weil beim VfB Fabian zu Linden zuletzt seine fünfte Gelbe und Hildens bester Stürmer Jannik Weber sogar die Rote Karte gesehen hatte, nachdem er dem Schiedsrichter-Assistenten die Sehkraft einer Oma attestiert hatte, werden den Gästen zwei wichtige Stammspieler fehlen. Für Matic macht das jedoch keinen Unterschied. "Einige Mitspieler meinten auch zu mir, dass ich vor allem auf Ratingens Keita-Ruel aufpassen sollte. Aber ich werde mich vor keinem Stürmer verstecken." Der Samurai in spe lebt das nötige Selbstbewusstsein vor.

Quelle: RP
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