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Lokalsport
Kober tritt ein schweres Erbe an

Düsseldorf. Der neue Trainer des TSV Urdenbach übernimmt das Amt von Frank Lippold.

Frank Kober ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Der ehemalige Oberligaspieler vom ETB Schwarz-Weiß Essen hat beim Fußball-A-Ligisten TSV Urdenbach das schwere Erbe von Frank Lippold angetreten. Lippold, der selbst immer versichert hatte, die genaue Zahl seiner Dienstjahre als Trainer beim TSV nicht zu kennen, hatte zu Saisonende sein Amt abgegeben.

Für den langjährigen Coach war es eine nervenaufreibende Spielzeit. Lange Zeit hatte es nämlich so ausgesehen, als würde der Dauer-A-Ligist ausgerechnet in seinem Abschiedsjahr das Saisonziel, Qualifikation zur eingleisigen Kreisliga A, nicht schaffen. Erst am drittletzten Spieltag verabschiedete man sich zum ersten Mal von den Abstiegsrängen, musste allerdings bis zum letzten Spieltag warten, ehe die Qualifikation endgültig in trockenen Tüchern war.

Im "Endspiel" besiegte die Lippold-Elf den direkten Kontrahenten Wersten 04 und schickte diesen in die B-Liga. Völlig zu Recht wurde der mit den Tränen kämpfende Lippold dafür gefeiert. "Ein schöneres Abschiedsgeschenk kann ich mir nicht vorstellen", bekam er gerade noch heraus, bevor ihn seine Spieler und der Anhang des TSV jubelnd in die Luft warfen.

Dass Lippold trotzdem nicht so ganz beim TSV verschwunden ist, konnte man schon an der Wahl seines Nachfolgers erkennen. "Frank, den ich seit vielen Jahren kenne und schätze, hat mich selbst angesprochen", berichtet Kober. Der Ex-Trainer wird seinem Nachfolger bestimmt auch erzählt haben, dass die finanziellen Möglichkeiten beim Klub aus Urdenbach äußerst begrenzt sind. "Ich werde wie in den Jahren zuvor auch fast ausschließlich auf A-Jugendliche bauen müssen. Aber das mache ich sowieso lieber als mit ,gekauften Leuten' zu spielen", betont Kober. Die erste Bewährungsprobe dafür kommt bereits am ersten Spieltag. "Gegen den SV Hösel muss ich aus unterschiedlichen Gründen auf sieben Spieler aus meinem Kader verzichten", verrät er. Gar nicht mehr dabei ist Kapitän Mike Horn, der seine Spielerkarriere beendet hat. Im Angriff fehlen Kober sogar zwei wichtige Akteure: Daniel Wenzel und der beste Torschütze in der vorigen Spielzeit, Kai Sluiters (neun Treffer), haben den TSV Adieu gesagt.

Dagegen bleibt Kevin Heldt in Urdenbach - trotz Angeboten aus der Bezirksliga. "Heldt ist ein Beispiel für den guten Zusammenhalt beim TSV. Nur so können wir es in der kommenden schweren Saison schaffen," sagt Kober, der mit Nico Russ (Mittelfeld) bislang lediglich einen Zugang vermelden kann.

(mjo)
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