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Lokalsport
Lockerer Abschluss für die Borussia

Düsseldorf. Am letzten Spieltag der Tischtennis-Hauptrunde geht der Blick vor allem in andere Hallen. Von Tino Hermanns

Zugegeben, es gab zum Ende der Hauptrunde in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) schon entscheidendere Begegnungen im Arag CenterCourt am Staufenplatz. Die heutige Begegnung (19 Uhr) zwischen der Borussia und dem TTC Zugbrücke Grenzau hat für keines der beiden Teams irgendeine Auswirkung für den weiteren Verlauf der Saison. Die Borussia hat als Spitzenreiter zwar nur zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Fulda, aber ein so gutes Matchverhältnis, dass selbst eine 0:3-Niederlage der Borussia und ein paralleler 3:0Erfolg der Fuldaer gegen den 1. FC Saarbrücken nichts an der Sortierung in der Rangliste ändern würde. Und auch für den ehemaligen Borussia-Meisterschaftkonkurrenten aus Höhr-Grenzhausen ist klar, das er unabhängig vom Ergebnis in Düsseldorf Tabellenletzter bleibt.

Da wird den Borussen genug Zeit bleiben, sich ständig über den Verlauf der parallel ausgetragenen TTBL-Spiele zwischen Fulda und Saarbrücken, sowie TTF Liebherr Ochsenhausen gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt zu informieren. In diesen Partien fällt die Entscheidung über den TTBL-Playoff-Halbfinalgegner.

Der amtierende Meister Borussia muss auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung in der Vorschlussrunde gegen den TTBL-Vierten ran. Aktuell haben die Saarländer als Dritter mit 24:10 Punkten bessere Aussichten als Ochsenhausen als Vierter (22:12), dem erklärten Meisterschaftsfavoriten Nummer eins aus dem Weg zu gehen. "Gegen beide Mannschaften muss man erst einmal gewinnen und beide haben sich im Saisonverlauf gesteigert. Aber da wir im Moment mit Ochsenhausen um den Einzug ins Champions League-Finale kämpfen, wäre etwas Abwechslung doch mal ganz gut", sagt Borussia-Chefcoach Danny Heister.

Weil höhere Aufgaben anstehen, wird Heister gegen Grenzau seinen Top-Mann Timo Boll (Weltranglistenplatz 1) schonen, zumal der 3:1Hinspielerfolg auch ohne Boll erzielt wurde. Damals stand allerdings noch der Ukrainer Kou Lei (WR 35) in Zugbrücke-Diensten. Vom gebürtigen Chinesen haben sich die Westerwälder allerdings inzwischen getrennt, so dass Kirill Gerassimenko (WR 34), sowie die beiden 34-jährigen Routiniers Constantin Cioti und Jörg Schlichter in Düsseldorf aufschlagen werden. Eine Alternative hat Grenzau-Coach und Ex-Borussia-Trainer Dirk Wagner auch gar nicht. "Verstecken werden wir uns dennoch nicht", sagt Wagner. "Wir werden auch in Düsseldorf versuchen, das Maximum unseres Leistungsvermögens abzurufen."

Diese vermeintliche Kampfansage dürfte Heister und sein spielendes Trio Kristian Karlsson (WR 17), Stefan Fegerl (WR 40) und Anton Källberg (WR 63) nicht in Angst und Schrecken versetzen, zumal die Grenzauer ihre letzten fünf Liga-Begegnungen allesamt mit 0:3 verloren haben. Der bisher letzte TTBLErfolg stammt vom 26. November 2017, als sie überraschenderweise den Champions League-Halbfinalisten, die Tischtennis-Freunde aus Ochsenhausen, bezwingen konnten.

Quelle: RP
 
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