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Lokalsport
Lohmar überzeugt auf neuer Position

Düsseldorf. Mit zwei Vorlagen avanciert der 19-Jährige zum Matchwinner für Fortuna II. Von Maximilian Lonn

Hendrik Lohmar kam als einer der Letzten aus der Kabine. Mit einer schwarzen Baseball-Kappe auf dem Kopf schlenderte der Mittelfeldspieler von Fortunas Zweitvertretung durch den Innenraum des Paul-Janes-Stadions und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Verdenken konnte ihm das keiner, schließlich hatte der 19-Jährige im Fußball-Regionalliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach II (3:2) eine Galavorstellung abgeliefert - und das auf einer völlig neuen Position.

Der Grund dafür hieß Kemal Rüzgar. Der etatmäßige Torjäger der "Zwoten" wurde kurzfristig in den Profi-Kader befördert, so dass Taskin Aksoy vor der Frage stand, wen er neben Tugrul Erat stürmen lassen wolle. Er entschied sich letztlich für Lohmar und gab ihm einen besonderen Auftrag mit auf dem Weg. "Ich sollte ein wenig hinter Tugi spielen, also eher eine Art hängende Spitze", erläuterte der Blondschopf. "Dazu sollte ich immer ein Blick nach hinten haben, sobald die Gladbacher im Spielaufbau waren."

Heraus kam eine Art Zwitter aus Stürmer und defensivem Mittelfeldspieler. "Ich weiß ja, dass Henne diese Position oft in der U19 von Schalke 04 gespielt hat, und heute hat er das absolut bestätigt", lobte Aksoy. Ausgestattet mit enorm viel Freiheiten war Lohmar praktisch überall auf dem Platz zu finden. Neben hoher Laufarbeit stach dabei vor allem sein enorm starkes Passspiel heraus. Immer wieder erkannte er in der dichtgestaffelten Gladbacher Defensive Lücken, in die er zentimetergenaue Bälle hineinspielte.

Nicht umsonst bereitete Lohmar auf diese Weise zwei der drei Düsseldorfer Treffer vor. "Das war schon sehr, sehr gut", meinte auch sein Coach. "Dafür haben wir ihn ja verpflichtet. Leider hat er diese Qualitäten in der Vergangenheit zu oft versteckt, aber heute hat er sie richtig ausgespielt." Ohnehin durfte der Fußballlehrer zufrieden mit dem Gesamtauftritt seiner Elf sein. Klammert man die ersten zehn und die letzten 15 Minuten aus, in denen Keeper Tim Wiesner sein ganzes Können aufbieten musste, um den 3:3-Ausgleich zu verhindern, agierte die "Zwote" nah am Optimum.

"Die Jungs haben eine sehr hohe Laufarbeit gezeigt, mit viel Leidenschaft gespielt und die Gladbacher immer wieder zu Fehlern gezwungen", resümierte der Deutsch-Türke zufrieden. Der Lohn dafür waren drei blitzsaubere Tore durch Nazim Sangaré, Rafael Garcia und Tugrul Erat, die Aufstellung eines neuen Punkterekords sowie die Entdeckung einer neuen Offensivkraft.

Quelle: RP
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