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Lokalsport
Ovtcharovs Rücken verhindert WM-Einsatz

Düsseldorf. Nach der Absage des Tischtennis-Profis rücken Spieler wie der Borusse Patrick Franziska in den Fokus. Von Tino Hermanns

Noch vor wenigen Tagen hatte Tischtennis-Bundestrainer Jörg Rosskopf einem seiner beiden Stars für eine Partie bei der Team-Weltmeisterschaft (28. Februar bis 6. März) frei gegeben. "Gegen Malaysia wirst Du nicht dabei sein", hatte der Ex-Borusse "Rossi" zu Timo Boll (Borussia) gesagt.

Eine Doppelspitze mit Dimtrij Ovtcharov (Weltrangliste 5) und Boll (9) schien gegen Muhd Shakirin Brahim (310), Muhamad Ashraf Haiqal (393) und Lam Chee Yin (537) nicht nötig zu sein. Doch Ovtcharovs Rücken machte einen Strich durch des Bundestrainers Rechnung. Im letzten WM-Vorbereitungslehrgang zog sich "Dima" eine Rückenmuskelzerrung zu und sagte seine WM-Teilnahme ab.

Gut möglich aber, dass Rosskopf dennoch an seiner Boll-Aussage festhält, denn mit dem Bremer Bastian Steger (39), dem Fuldaer Ruwen Filus (42), dem Borussen Patrick Franziska (43) und dem Ovtcharov-Ersatzmann aus Bergneustadt, Steffen Mengel (57), sind alle Aktiven aus dem bundesdeutschen WM-Aufgebot in der Weltrangliste deutlich höher platziert als die Malayen.

Ovtcharovs Ausfall lässt die Zuversicht auf den Einzug in die Medaillenrunde jedenfalls kaum sinken. "Wir spielen in einer interessanten Gruppe, in der mit Schweden und Frankreich zwei der stärksten Nationen Europas drin sind. Auch England ist nicht zu unterschätzen", warnt Franziska. "Wir sind aber stark genug für den Gruppensieg, um uns so direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren." Er weiß, dass er jetzt stärker gefordert ist. "Ich habe gut trainiert und merke, dass ich in Form komme."

Angst vor einer Überbelastung im Laufe des Jahres hat er nicht. Obwohl nach der WM, noch die deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit der Borussia, die deutsche Einzelmeisterschaft, die Olympiaqualifikation und eine Europameisterschaft anstehen. "Jeder Wettkampf ist wichtig, egal ob als Einzelspieler oder im Verein", sagt Franziska. "Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist, Pausen richtig zu setzen. Ich weiß aber, dass die Situation im Verein nach einer WM nicht einfach ist." Dennoch will Franziska am Ende der nationalen Tischtennis-Saison das Double in der Tasche haben. Pokalsieger ist er mit der Borussia schon.

Quelle: RP
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