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Lokalsport
Panther sind chancenlos gegen die Lions

Düsseldorf. Die Düsseldorfer zeigen gegen den Rekordmeister kämpferische Qualitäten, ihnen gelingt aber nur ein Touchdown..

Das Spiel in der German Football-League zwischen dem Tabellenletzten Düsseldorf Panther und dem viermaligen Eurobowl-Gewinner Braunschweig Lions begann mit einer Überraschung, endete dann aber doch mit einem klaren 49:10 (21:3/14:0/14:7/0:0)-Erfolg des Favoriten aus Norddeutschland.

Die Partie hatte mit einem Ballbesitz der Düsseldorfer begonnen, die deren Offense zu aller Überraschung zu einer 3:0-Führung nutzte. Die Gäste aus Braunschweig hatten wohl nicht mit den Qualitäten von Panter-Spielmacher Clark Evans als Ballträger gerechnet. Der Amerikaner war nämlich mit couragierten Läufen hauptverantwortlich dafür, dass der Außenseiter schon nach wenigen Spielzügen an der 16-Yardlinie der Gäste stand. Zwar langte es für die Panther nicht zu sechs Punkten durch einen Touchdown. Aber Lionel Denis schloss diesen ersten Angriffszug der Begegnung mit einem sicheren Schuss durch die Torstangen zur unerwarteten 3:0-Führung des Schlusslichtes ab.

Der deutsche Rekordmeister aus Braunschweig rückte aber schon in seinem folgenden Ballbesitz die zu erwartenden Verhältnisse wieder zurecht. Nationalspieler Jan Hilgenfeld trug den Ball gleich bis 25 Yard vor die Endzone der Panther. Lions Ersatz-Quarterback Evan Landi gab den Ball im folgenden Spielzug an Runningback Chris Smith, und der alles überragende Punktesammler der Gäste lief mit ihm fast unbehindert in die Touchdown-Zone der Gastgeber.

"Smith ist einer unserer Spieler, der einfach zu schnell für die Panther-Verteidigung ist", stellte Niklas Römer fest. Der verletzt fehlende frühere Passempfänger der Düsseldorfer, seit Jahren jetzt in Diensten der Lions, sollte mit seiner Meinung Recht behalten. 18 Punkte des Holländers Smith belegten dies eindeutig. Mit ihm lief das Angriffsspiel des Topfavoriten auf dem Meistertitel wie ein Uhrwerk.

Dreimal kamen die Lions im ersten Viertel mit dem Angriffsrecht auf das Feld und dreimal nutzten sie dies konsequent aus. Ihre insgesamt 49 Punkte hatten sie mit sieben Touchdowns und durch ebenso viele gelungene Extraversuche durch Tobias Goebel bereits in der Mitte des dritten Spielabschnitts erreicht. Von da ab schonten sie ihre vielen internationalen Akteure für die kommenden Aufgaben und setzten vermehrt Ersatzspieler ein.

Das kam den Panthern natürlich entgegen, die daraufhin mit nimmermüdem Einsatz bis zum Schlusspiff ein gleichwertiger Gegner waren. Der erste und einzige Touchdown der Partie für sie war der gerechte Lohn für ihre gezeigten kämpferische Qualitäten.

Quarterback Evans warf ein weiten Pass auf die rechte Angriffsseite. Ballempfänger Mari Emos fing den Ball, schüttelte mit einer Körpertäuschung seinen Verteidiger ab und erreichte mit dem Ball unter einem Arm die Endzone zum 10:49.

(mjo)
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