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Lokalsport
Pohjanpalo sammelt Pluspunkte bei Fortuna II

Düsseldorf. Das Ergebnis stimmte, die Leistung war ausbaufähig. So treffend und einfach kann man den Auftritt von Fortunas Zweitvertretung bei der SSVg Velbert zusammenfassen. Trainer Taskin Aksoy dürfte diese Erkenntnis im Nachhinein kaum gestört haben, schließlich kommt der Fußball-Regionalligist seinem großen Ziel, dem vorzeitigen Klassenerhalt, nach dem 3:1-Sieg ein gutes Stück näher. Nach Rechnung des Fußballlehrers benötigt seine Mannschaft noch sechs bis sieben Punkte, um ganz sicherzugehen.

Natürlich waren in der Christopeit Sport Arena zunächst alle Augen auf Joel Pohjanpalo gerichtet. Der finnische Nationalspieler war nach seiner "Disco-Affäre" in die Schlagzeilen geraten und für eine Woche zur U23 strafversetzt worden. Umso größer war also die Frage, wie sich der 21-jährige Profi auf die rauen Begebenheiten in der vierten Liga einstellen würde. Die Antwort fiel eindeutig aus: Der Blondschopf machte seine Sache ordentlich, sogar besser, als mancher Beobachter zunächst vermutet hatte. Am Ende standen zwei Torchancen, eine hohe Laufarbeit sowie eine ansprechende Zweikampfbilanz in seinem Arbeitszeugnis. "Jolle hat sich hier nicht hängenlassen", lobte Aksoy hinterher. "Im Gegenteil, er hat dazu beigetragen, dass wir in der zweiten Halbzeit ein vernünftiges Spiel gezeigt haben."

Zuvor hing Pohjanpalo nämlich genau wie sein Sturmpartner Kemal Rüzgar die meiste Zeit in der Luft. Der Grund dafür lag unter anderem an dem holprigen und sehr tiefen Rasen, der ein gepflegtes Kurzpassspiel nahezu unmöglich machte. Stattdessen versuchte es die "Zwote" mit langen Bällen, die aber kaum Ertrag brachten.

So musste eine schöne Einzelaktion von Nazim Sangaré für den Führungstreffer herhalten. Das 1:0 kaschierte jedoch nicht die Probleme, die die Flingerner vor allem bei gegnerischen Standards offenbarten. "Da hatten wir wirklich Glück, dass wir mit dem 1:0 in die Pause gingen", gestand Aksoy, der sich in der zweiten Hälfte auf seinen Torjäger Kemal Rüzgar verlassen konnte. Erst sorgte der 20-Jährige per Foulelfmeter für das beruhigende zweite Tor (69.), ehe er in der Nachspielzeit das entscheidende 3:1 markierte. Es war bereits der zwölfte Saisontreffer des Deutsch-Türken im 20. Einsatz. Eine ganz starke Quote.

(lonn)
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