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Lokalsport
Rath siegt - notfalls auch unverdient

Düsseldorf. Der Fußball-Landesligist holt beim FC Remscheid den sechsten Dreier in Serie.

So richtig weiß niemand, was derzeit los ist. "Es wird langsam unheimlich", sagt auch Andreas Kusel. Fünf Ligaspiele in Folge hatten die Landesliga-Fußballer des Rather SV vor dem Gastspiel beim FC Remscheid am Donnerstagabend gewonnen - und dort folgte sogleich der sechste Streich, wenngleich ein sehr glücklicher. Auf dem Papier las sich der 2:0-Sieg gegen das Schlusslicht eindeutig, allerdings karikierte das Ergebnis den Verlauf der Partie.

Das räumte auch Trainer Kusel ein. "Unsere Leistung war sehr peinlich", urteilte der 41-Jährige und nahm die drei Punkte ein wenig beschämt mit auf die Heimreise. "Ich habe mich bei meinem Trainerkollegen entschuldigt, für Remscheid hat es mir wirklich leid getan", bekräftigte der Rather Coach. "Ich kann nicht verstehen, warum der FC auf dem letzten Platz steht."

Insbesondere in der zweiten Spielhälfte übte der ehemalige Zweitligist immensen Druck auf die Defensive des RSV aus. Umso grotesker, dass die Truppe von Coach Kusel ohne Gegentor aus der Partie herausging und gleich zweimal selbst erfolgreich war. Beim Führungstreffer nutzte Anas Oualdali einen kapitalen Schnitzer von FCR-Keeper Nico Tauschel aus, und das zweite Tor durch Ibrahim Dogan wurde begünstigt von einem missratenen Klärungsversuch der Remscheider Defensive.

Allerdings stand das Spiel auf des Messers Schneide. Nachdem Schiedsrichter Nico Neuhaus einen zweifelhaften Strafstoß gegen die Rather verhängt hatte, war Schlussmann Max Möllemann zur Stelle und hielt Nermin Jonuzis Schuss. "Wenn der Elfmeter reingegangen wäre, hätten wir dem Druck vermutlich nicht mehr standgehalten", merkte Kusel an: "Max hat uns die drei Punkte gerettet."

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt jedoch nicht. Schon morgen (15 Uhr, Einruhrstraße) geht es zur SpVg Odenkirchen. "Für mich ist das neben dem TSV Meerbusch die beste Mannschaft der Liga", sagt Trainer Kusel und sieht die Siegesserie dahingehen: "Ich glaube, morgen reißt sie." Das muss sich allerdings erst noch zeigen. Denn so richtig weiß eben niemand, was derzeit los ist beim Rather SV.

(td)
 
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