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Lokalsport
Rheinbad feiert Premiere bei den Wasserball-Masters

Düsseldorf. Die gute Stimmung war bei den 21. Masters-Meisterschaften im Wasserball schon spürbar, bevor die erste der fast 70 Begegnungen in den Altersklassen 30+ bis 70+ angepfiffen worden war. Die meisten der rund 500 Teilnehmer von 40 Damen- und Herrenmannschaften aus 32 Vereinen waren nämlich zum ersten Mal im neuen Rheinbad in Stockum und machten aus ihrer Bewunderung keinen Hehl. Von Manfred Johann

"Das wunderschöne Rheinbad hat seine erste große Bewährungsprobe ohne Einschränkung bestanden. Wir haben gezeigt, dass Düsseldorf jetzt die Möglichkeit hat, sich auch als Sportstadt für das Schwimmen und den Wasserball zu präsentieren" - so zog der Vorsitzende des Mitorganisators Düsseldorfer Schwimmclub, Dirk Lindner, nach der dreitägigen Veranstaltung ein positives Fazit. Die Beobachter des Deutschen Schwimm Verbandes sahen das auch so und deuteten an, dass sie sich eine Deutsche Meisterschaft durchaus im Rheinbad vorstellen könnten.

Passend zu den hervorragenden Bedingungen hatte sich, wie Lindner es ausdrückte, "die Crème de la Crème" der deutschen Wasserball-Spieler in Stockum eingefunden, um ihre Meister-Teams zu ermitteln. Viele frühere Bundes- und Auswahlspieler wollten es noch einmal wissen, zogen sich ihre nicht mehr immer so ganz passenden Badehosen an und sprangen ins Wasser des neuen Bades. Dass sie den Wettbewerb dennoch nicht auf die leichte Schulter nahmen, war bei allen Teams unverkennbar.

Auch die 13 Spieler der AK 60+ Mannschaft des DSC, die als amtierender Welt- und Europameister die erfolgreichste Masters-Mannschaft der vergangenen Jahre stellte, bekamen von ihrem Trainer Ferenc Nagy vor dem Spiel gegen den SV Cannstadt noch Anweisungen, wie man den Erzrivalen auch dieses Mal besiegen kann. Die Düsseldorfer waren schon im ersten Spielviertel gegen die Süddeutschen hellwach und legten eine 4:0-Führung vor. Die aus glorreichen Wasserball-Zeiten bekannten Spieler wie Karl-Heinz Scholten, Norbert Schüppler, Heiner Halfmann und Ludger Weeke zauberten im Wasser mit Rückhand-Würfen, Aufsetzern oder Bogenlampen, so dass von der Tribüne immer wieder Beifall geklatscht wurde. Torhüter Ferenc Pinter, extra zum Turnier aus Budapest eingeflogen, schraubte sich bei Schüssen der Cannstädter aus dem Wasser und war fast unüberwindbar. Sein Landsmann Miklos Harmoni und der Rumäne Radu Rusu bewiesen alte Treffsicherheit und erzielten acht Tore zum 13:1-Sieg des DSC.

Trainer Nagy blieb ungewohnt ruhig und konnte bis auf eine Szene zufrieden sein. Da hatte ihn einer seiner wenigen Spieler, der nicht mehr mit einer Sportlerfigur glänzen konnte, mit einem Bauchklatscher bei seiner Einwechslung von oben bis unten nass gemacht.

Quelle: RP
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