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Lokalsport
Riediger setzt sich ab und genießt die Ovationen

Düsseldorf. 4590 Starter sorgen beim 24. Brückenlauf für einen Teilnehmerrekord. Sven Lorig nutzt ihn als Test für den Marathon. Von Tino Hermanns

Der Sparda-Bank Brückenlauf eilt von Bestmarke zu Bestmarke. Zum dritten Mal in Folge wurde der Teilnehmerrekord verbessert. Diesmal sogar mit einem dicken Ausrufezeichen. "Wir sind in den vergangenen Jahren immer näher an die 4000er Marke herangerückt, jetzt haben wir sie geknackt", erklärt Organisationsleiter Georg Schimmelpfennig vom Polizei SV. "Im kommenden Jahr feiern wir unser 25-jähriges Jubiläum. Dann wollen wir natürlich erneut einen drauflegen." Das wird schwer, weil die 2016er Auflage mit 4.590 Startern beinahe die Grenzen sprengte. "Das ist der Hammer. Wir sind nahezu total ausgebucht", freute sich Schimmelpfennig.

Einen richtig schönen Sonntag verbrachte auch Toni Riediger. Der Neuzugang vom ART siegte gleich in seiner Brückenlauf- und Volkslauf-Premiere im neuen Trikot in überzeugender Manier, und das, obwohl er kein Spezialist über die zehn Kilometer ist. Nach 32:55 Minuten passierte er die Ziellinie. "Das war für mich ein Klasse-Trainingslauf. Es läuft sich deutlich besser als alleine im Wald", meinte Riediger lächelnd. Bisher war der 22-Jährige auf die Mittelstrecken spezialisiert. "Ich will im Mai mein 5.000 Meter-Debüt auf der Bahn geben und damit auf die Langstrecken umsteigen", erläutert Riediger. Auf den langen Strecken will er auch 2020 im Deutschland-Trikot an den Olympischen Spielen in Tokio (Japan) teilnehmen.

Beiderseits des Rheins machte Riediger zwei Drittel der Strecke gemeinsame Sache mit Clubkamerad Christian Röttger. Zwischen Kilometer sechs und sieben setzte sich Riediger aber unwiderstehlich ab, genoss die Ovationen der knapp 10.000 Zuschauer und lief mit 33 Sekunden Vorsprung als ungefährdeter Sieger über die Ziellinie.

Deutlich knapper ging es im Zehn-Kilometer-Wettbewerb der Frauen zu. Erst im Endspurt konnte Katharina Aßbeck (Remscheid) ihre Konkurrentin Annette Geiken (LAZ Puma Rhein-Sieg) hinter sich lassen. Auf den letzten 500 Metern lief sie noch acht Sekunden raus.

So einige Läufer nahmen den Kurs über die Rheinknie- und Oberkasseler Brücke als letzten Formtest vor dem Metro Group Marathon am kommenden Sonntag. So auch Fernsehmoderator Sven Lorig (LAZ Puma Rhein-Sieg). "Das war ein echter Test. Die Steigungen auf den Brücken ziehen sich und der Wind war auch nicht ohne. Aber es ist ein sehr schöner Lauf", urteilte Lorig nach seiner Brückenlauf-Premiere. "Ich war wahrscheinlich nicht das letzte Mal dabei." Für die große Herausforderung in fünf Tagen fühlt er sich fit. "Vor einem Jahr habe ich in Hamburg meine bisherige Marathon-Bestzeit mit 3:13 Stunden aufgestellt. In Düsseldorf will ich 3:10 Stunden schaffen", erklärt Lorig. Doch die 42,195 Kilometer des Marathons ziehen sich länger als die Steigungen beim Brückenlauf für den er 40:59 Minuten benötigte.

Quelle: RP
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