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Lokalsport
Rochusclub empfängt HTC BW Krefeld zum Spitzenspiel

Düsseldorf. Das hätte sich Detlev Irmler, Teamchef des Allpresan Rochusclub Bundesligateams, auch nicht träumen lassen. Der Rochusclub bestreitet am fünften Spieltag der Tennis-Bundesliga das Spitzenspiel gegen den HTC BW Krefeld (morgen, 11 Uhr, Rolander Weg 15). Spitzenspiel deshalb, weil die Gäste mit aktuell 7:1 Punkten Tabellenzweite sind, während die Düsseldorfer auf Rang drei der Tabelle (6:2 Punkte) geführt werden. "Für mich zählten die Krefelder schon vor der Saison zu den Favoriten", sagt Irmler.

Krefeld hat zwar mit dem zweimaligen Grand Slam-Doppelsieger und ehemaligen Weltranglistenachten Jürgen Melzer einen Star im Team, aber der ist nicht alleine für den BW-Aufschwung verantwortlich. Vielmehr ist es die Kompaktheit des Krefelder Teams. Fünf der Akteure liegen aktuell zwischen Rang 48 und 76 in der Weltrangliste. Jürgen Melzer gehört da schon lange nicht mehr dazu.

Punktegarant bei den Krefeldern ist der Italiener Paolo Lorenzi (Weltrangliste 48). Der 34-Jährige hat vier seiner fünf Ligaeinsätze gewonnen. Ob Melzer und Lorenzi tatsächlich ihre Füße in den Rochusclub setzen, ist aber fraglich. Lorenzi steht im Halbfinale des Turniers in Kitzbühel, Melzer scheiterte dort im Viertelfinale an seinem Bruder Gerald. "Die Partie gegen Krefeld wird auf jeden Fall zu einem großen Kampftag. Es entscheidet sich, ob wir oben mitspielen oder nicht", sagt Irmler.

Für den "Tag der Entscheidung" hat er das Beste aus seinem Kader, das noch in Europa ist an den Rolander Weg beordert. Dazu gehören Lukas Rosol (Weltrangliste 79), Facundo Bangnis (88), Mats Moraing (429) und "zwei Überraschungseier", wie es Irmler formulierte. Froh ist er, dass Moraing nach seiner Knöchelverletzung wieder zu 100 Prozent fit ist. Der 24-Jährige ist neben Jozef Kovalik der erfolgreichste Rochusclub-Bundesligaspieler. Insgesamt achtmal wurde Moraing bereits eingesetzt, sechsmal verließ er als Sieger den Court.

Rosol stand bisher bei zwei Liga-Spielen im Rochusclub-Team und kommt auf eine 2:2-Bilanz. Aktuell ist der 30-Jährige in bestechender Form. Beim Davis Cup-Viertelfinale Tschechiens gegen Frankreich bezwang Rosol mit Jo-Wilfried Tsonga die Nummer zehn der Welt.

(tino)
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