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Lokalsport
Rüzgar wird immer wertvoller

Düsseldorf. Fortuna II setzt auch heute (13 Uhr) gegen Rot-Weiss Essen auf den Torjäger. Von Maximilian Lonn

Der Pass von Joel Pohjanpalo ist perfekt getimt. Wie an einer Schnur gezogen kommt der Ball in den Lauf von Kemal Rüzgar. Ein, zwei Schritte macht der Stürmer vom Fußball-Regionalligisten Fortuna II noch, ehe er im Strafraum überlegt und eiskalt zum 3:1 gegen die SSVg Velbert vollstreckt.

Das Siegtor gegen die Bergischen war nicht nur ein sehr schönes, sondern ließ den 20-Jährigen gleichzeitig im internen Ranking weiter nach oben klettern. So löste der ehemalige türkische Juniorennationalspieler mit seinem 20. Treffer für die Rot-Weißen Marco Königs als zweitbesten Torjäger in der Regionalliga-Geschichte der "Zwoten" ab. Der heutige Profi von Fortuna Köln traf in 58 Einsätzen 19 Mal für die Flingerner. Getoppt werden die beiden nur noch von Tugrul Erat (109 Spiele/21 Tore). Rüzgar benötigte allerdings nur 35 Partien, um zweistellig zu treffen. Allein diese Zahlen untermauern, welchen Wert der Deutsch-Türke im Team von Trainer Taskin Aksoy besitzt.

Sie zeigen aber auch, dass sich in der Offensive der Fortunen während der Winterpause etwas getan hat. Durchschnittlich über zwei Tore pro Spiel erzielten sie in den ersten sechs Begegnungen seit dem Jahreswechsel. Im Sommer lag die Quote zum gleichen Zeitpunkt bei lediglich einem Treffer.

Der Aufschwung liegt jedoch nicht allein an der Treffsicherheit Rüzgars, sondern hat viel mit Sturmpartner Erat zu tun. Die beiden Eigengewächse bilden seit Saisonbeginn ein brandgefährliches Duo, das sich sehr gut ergänzt. Dennoch bewiesen die jüngsten Partien, dass die beiden Offensivkünstler erst dann richtig funktionieren, wenn die gesamte Mannschaft ins Rollen kommt. Stockt der Motor, hängt auch der Sturm in der Luft.

Nicht nur deshalb wünscht sich Aksoy, dass "meine Mannschaft gegen Rot-Weiss Essen wieder besser Fußball spielt". Immerhin ist der heutige Gast aus dem Ruhrgebiet (13 Uhr, Paul-Janes-Stadion) so etwas wie ein Angstgegner. Acht RWE-Erfoge in elf Duellen stützen diese These. Daran ändert auch der momentane 13. Tabellenrang der Essener nichts. Es wird eine starke Leistung vonnöten sein, um weiter im Jahr 2016 ungeschlagen zu bleiben.

Quelle: RP
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