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Ryo Terada schießt Kalkum-Wittlaer ab

Lokalsport: Ryo Terada schießt Kalkum-Wittlaer ab
Ryo Terada (mi.) war von der TVKW-Defensive, wie hier von Alexander Wagner (re.) und Hendrik Flügel nicht zu stoppen. FOTO: HORSTMüLLER
Düsseldorf. Der Bruder von DSC-Torjäger Shun Terada steuert beim 4:0-Derbysieg in Kalkum-Wittlaer drei Tore bei. Den zweiten Düsseldorfer Vergleich entscheidet derweil der VfL Benrath für sich. 2:1 heißt es am Ende beim Rather SV. Von Dennis Hamrun und Marvin Wibbeke

TV Kalkum-Wittlaer - DSC 99 0:4. Am Gründonnerstag war für den TV Kalkum-Wittlaer im Lokalderby gegen den hochfavorisierten DSC nicht viel zu holen. Das Team von Trainer Holger Sturm blieb chancenlos und unterlag deutlich.

Diesmal war es jedoch nicht DSC-Torjäger Shun Terada, der den TVKW vor die größten Probleme stellte. Denn der Japaner erwischte einen eher unglücklichen Tag und konnte keinen Treffer erzielen, was auch an der disziplinierten Defensivarbeit der Gastgeber in der ersten Halbzeit lag. Stattdessen trumpfte jedoch Bruder Ryo Terada groß auf und erzielte in seinem dritten Spiel für den DSC drei Tore. So sorgte der kleine Bruder Shun Teradas noch vor der Pause für eine 2:0-Führung seines Teams, indem er zwei Unachtsamkeiten der TVKW-Defensive jeweils durch Treffer aus mittlerer Distanz bestrafte. In der 63. Minute vollendete er zudem einen Angriff zum 3:0 für den DSC, als er ein zu kurzes Rückspiel der Hausherren abfing. Den Schlusspunkt setzte schließlich Maurice Ryboth, der einen durch ein überstürztes Herauseilen von TVKW-Torhüter Felix Kersten verursachten Foulelfmeter sicher verwandelte.

Holger Sturm zeigte sich trotz des enttäuschenden Ergebnisses mit der Leistung seiner Mannschaft einverstanden. "Wir können heute erhobenen Hauptes den Platz verlassen", sagte er nach dem Abpfiff. Sein Gegenüber Sebastian Saufhaus freute sich indes darüber, dass sein Team seine Vorgaben gut umsetzen konnte. "Wir haben über 90 Minuten gesehen eine hochkonzentrierte Leistung gezeigt und in der Höhe auch völlig verdient gewonnen", resümierte er. Für Ryo Terada hatte er zudem ein Sonderlob übrig. "Es ist eigentlich egal, wer die Tore schießt", befand er. "Aber ich freue mich, dass Ryo ein starkes Spiel gemacht hat und sich so gut in das Team einfügen konnte."

Rather SV - VfL Benrath 1:2. Mit dem Schlusspfiff sprintete der Benrather Torwart Pascal Pitzer nach 94 umkämpften Minuten zur Bank und fiel seinem Trainer Frank Stoffels überglücklich in die Arme. Dieser wusste, wem das größte Lob nach dem Derbysieg gebührte: "Wir müssen uns alle bei Pascal bedanken. Er hat klasse gehalten und uns durch seine Paraden die drei Punkte gesichert."

Anfangs hatte Pitzer wenig zu tun. Seine Vorderleute spielten nach vorne und hätten durch Pascal Peponis, der frei auf den Rather Keeper Domenik De Bellis zu lief, in Führung gehen müssen (6.). Für eben jene sorgte wenig später Herve Diankanu, der einen Freistoß am langen Pfosten über die Linie drückte (10.). "Da stimmte die Zuordnung einfach nicht, die Anfangsphase haben wir komplett verschlafen", ärgerte sich der Rather Trainer Patrick Michaelis. Seine Mannschaft übernahm das Spiel nach gut 20 Minuten und gab fortan den Takt vor. Nun musste Pitzer auch vermehrt eingreifen, und tat das bravourös. Ein ums andere Mal vereitelte er die Möglichkeiten die Hausherren. Und wenn die RSV-Offensive nicht an ihm scheiterte, dann scheiterte sie an sich selbst.

Auch nach der Pause jubelte Benrath früh. Sascha Willms erlief einen langen Ball, umkurvte De Bellis und erhöhte auf 2:0 (57.). Ansonsten spielten wieder nur die Gastgeber, doch der Anschlusstreffer wollte nicht fallen. Erst in der Nachspielzeit gelang es Verteidiger Niklas Wesseln, der in der Schlussphase Dauergast im VfL-Strafraum war, den bärenstarken Pitzer wenigstens ein Mal zu überwinden. "Ich habe selten ein Spiel erlebt, wo wir so drückend überlegen waren und am Ende trotzdem mit leeren Händen dastehen", sagte ein frustrierter Michaelis. Durch die Resultate der Konkurrenz rutschte der Rather SV auf den Relegationsplatz ab.

Quelle: RP
 
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