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Lokalsport
Saisonstart für die Basketballer

Düsseldorf. Am Wochenende ist die Pause für die Düsseldorfer Klubs vorbei. Flaggschiff der Stadt sind die ART Giants, die in der 1. Regionalliga um die vorderen Plätze mitspielen wollen. Die Zweitvertretung des Fusionsklubs spielt eine Liga tiefer. Von Christine Leska-Ottensmann

Die Sehnsucht nach einer Profi-Basketballmannschaft ist in Düsseldorf groß. Nach dem Zusammenschluss der beiden stärksten Vereine der Landeshauptstadt in dieser Sportart sollen die ART Giants in dieser Saison in der 1. Regionalliga um die vorderen Plätze mitspielen. Mittelfristig soll der Aufstieg in den bezahlten Basketball realisiert werden. Ob die Mannschaft von Trainer Robert Shepherd bereits in dieser Saison ganz oben anklopfen kann, bleibt abzuwarten. Der Kader liest sich zumindest sehr vielversprechend, die Konkurrenz hat die ART Giants auf dem Zettel.

Schon frühzeitig konnten die Verantwortlichen mit den Litauern Paulius Kleiza und Dainius Zvinklys zwei spektakuläre Verpflichtungen vermelden. "Paulius hat letzte Saison für den ART einen großartigen Job gemacht. Dass sich solch ein Ausnahmespieler trotz diverser verlockender Angebote für uns entschieden hat, war ein erster wichtiger Meilenstein", betont Shepherd.

Dainius Zvinklys kehrt von den Elephants Grevenbroich nach Düsseldorf zurück. "Mit seiner herausragenden Athletik und seinem Können war er vor zwei Jahren beim ART einer der Publikumslieblinge", erinnert sich der Coach. Leader und Motivator Max Dohmen bleibt ebenfalls treu.

Zudem lässt die Verpflichtung von Spielmacher Jeremy Lewis (Houston) aufhorchen. "Jeremy ist ein Kämpfer mit tollem Ballhandling. Er spielt mit sehr viel Herz. Seine Erfahrung und Führungsqualitäten werden uns auf der Point-Guard-Position sehr helfen", sagt Shepherd. Zuletzt wurde Alexander Goolsby vom Pro-B-Verein Artland Dragons verpflichtet. Der 29-jährige deutsche Guard wird mit einer Größe von 1,91 Metern das Team auf den "kleinen" Positionen verstärken. Den Kader vervollständigen einige talentierte Spieler aus der Region sowie der Düsseldorfer Jong Sebastian Kehr. "Wir haben eine gute Mischung zusammen, die den Fans attraktiven Basketball bieten will. Wir freuen uns auf das, was hier entsteht", sagt Gerrit Kersten-Thiele, 2. Vorsitzender des Vereins.

Die Vorbereitung verlief sehr gut, so dass Shepherd vor dem Saisonstart am Samstag (19.30 Uhr) bei der BG Dorsten optimistisch ist. Allerdings warnt er auch: "Die Liga ist sehr stark." Selbst mit einer sehr guten Leistung könne man Partien verlieren. "Mit dem ART haben wir vergangene Saison einen Mittelfeldplatz erreicht. Jetzt wollen wir einen Schritt nach vorn machen und besser abschneiden", erklärt er.

Einige Zeit hat Gerrit Terdenge schon benötigt, um über den unglücklichen Abstieg der Giants aus der 1. Regionalliga hinwegzukommen. Nach dem Zusammenschluss mit dem ART hat er nun das Traineramt der ART Giants II in der 2. Regionalliga inne - ein Job, der ihn sehr reizt. "Es ist eine andere, aber sehr interessante Aufgabe. Bisher bereitet sie mir viel Freude. Die Jungs haben mich charakterlich überzeugt", verrät der 41-Jährige.

Er arbeitet mit einer Mischung aus sehr jungen und erfahrenen Spielern zusammen. So gehören U15-Nationalspieler Manuel Bojang und vier Talente aus der U18 ebenso zum Kader wie ehemalige Regionalliga-Akteure. Mit Jonas Jönke, der seine Schulterverletzung auskuriert hat, und Oliver Radtke, der in der Vorsaison aus gesundheitlichen Gründen kaum spielte, sowie Marvin Lintner und Yannick Mettner hat Terdenge bereits zusammengearbeitet. Auch Joscha Domdey blieb dem Coach erhalten.

Auf ausländische Spieler verzichtet das Team. "Jetzt müssen wir nur noch die richtige Balance finden", betont Terdenge. Mit der Vorbereitung war er zufrieden. "Da aber die Transparenz in der 2. Regionalliga nicht so groß ist, kann ich nicht einschätzen, was auf uns zukommt und wie stark die anderen sind", gibt der 82-malige Nationalspieler vor dem Saisonauftakt in eigener Halle gegen die BG Kamp-Lintfort (Samstag, 18 Uhr) zu. "Klar ist, dass es kein Selbstläufer wird. Der Klassenerhalt ist das vorrangige Ziel. Wenn wir unseren Kampfgeist in die Waagschale werfen, mache ich mir darum aber keine großen Sorgen."

Quelle: RP
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