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Lokalsport
Sandra Mikolaschek fühlt sich fit für Rio

Düsseldorf. Die Rollstuhl-Tischtennisspielerin der Borussia ist bei den Paralympics in Brasilien am Start. Von Tino Hermanns

Für Sandra Mikolaschek ist es eine Premiere. Die 19-Jährige wird erstmals bei den Paralympics, den Olympischen Spielen für Behinderte, teilnehmen. Vom 7. bis 18. September werden die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro ausgetragen. "Die Paralympics könnten meine ,Einstiegsdroge' werden", sagt die Rollstuhl-Tischtennisspielerin der Borussia lächelnd.

"Die Anspannung, die Vorfreude ist riesig. Aber es kann sein, das alles auf mich einprasselt und ich nicht damit klar komme. Ich hoffe es aber nicht", sagt Mikolaschek, die als eine von fünf Borussen neben Thomas Schmidberger, Valentin Baus, Stephanie Grebe und Jochen Wollmert in Rio am Start sein wird. Trotz der Nervosität hat Mikolaschek ehrgeizige Ziele in der Wettkampfklasse 4 (inkompletter Querschnitt). "Ich will jedes Spiel gewinnen, mache mir aber keinen Druck", sagt Mikolaschek, die aktuell bei der Borussia ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst absolviert. Aus nationaler Sicht betrachtet, gehört die Borussin zu den absoluten Ausnahmekönnerinnen. Sie ist noch keine 20 Jahre alt, hat sich aber bereits 21 Deutsche Meistertitel erspielt. Auch international hat sie schon einige Ausrufezeichen gesetzt. Vize-Europameisterin 2013 war sie und zwei Weltcupsiege (Lignano, Barcelona) stehen seit diesem Jahr auch zu Buche.

Eine Ahnung, was sie bei den Paralympics erwartet, hat sie bereits. Vor vier Jahren, 2012, als die besten behinderten Sportler der Welt in London zu Gast waren, war Mikolaschek im paralympischen Jugendlager dabei und durfte auch einmal ins paralympische Dorf. "Aber selber mitspielen zu dürfen, ist ein ganz andere Hausnummer als nur zuzuschauen", sagt sie.

Eine ganz andere Hausnummer wird auch ihr Leben nach den Paralympics. Egal, ob sie mit Medaille oder ohne nach Hause kommt, ab Oktober startet für sie ein neuer Lebensabschnitt. Dann studiert sie Jura in Düsseldorf. Denn obwohl sie eine Weltklassesportlerin ist, kann sie von ihrem Sport nicht leben.

Quelle: RP
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